Stormarn
Nachmittagsbetreuung

62 Kinder haben in Ahrensburg noch keinen Hortplatz

Viele Eltern sind verzweifelt, stehen nach wie vor noch ohne Nachmittagsbetreuung für ihre Kinder da

Viele Eltern sind verzweifelt, stehen nach wie vor noch ohne Nachmittagsbetreuung für ihre Kinder da

Foto: Janina Dietrich / HA

Verwaltung erwägt Kooperation mit Tagesmüttern. Eltern und Politiker erhöhen den Druck. Zwei Lösungsvorschläge stehen im Raum.

Ahrensburg.  Die Ahrensburger Verwaltung schlägt eine Kooperation mit Tagesmüttern vor, die Politiker die Gründung eines Elternvereins: Die Mitglieder des Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses haben sich in ihrer jüngsten Sitzung mit Lösungen für das Hortproblem beschäftigt. Die SPD hatte das Thema per Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung setzen lassen, obwohl es eigentlich gar nicht in den Aufgabenbereich des Gremiums fällt. Doch der zuständige Sozialausschuss tagt erst wieder nach der Sommerpause – und dann ist es für die Eltern zu spät, die noch auf einen Hortplatz für das kommende Schuljahr ab August warten.

Einige von ihnen waren zur Sitzung gekommen. Sie wollten wissen, welchen Plan B die Verwaltung habe. Auch kritisierten sie das ihrer Ansicht nach undurchsichtige Handeln der Stadt und verlangten Antworten, ob für ihre Kinder noch ein Hortplatz gefunden werde. Diese Garantie wollte Stadtjustiziar Thomas Reich nicht aussprechen. Derzeit gebe es für 62 Schüler keinen Platz, sagte er. „702 sind bereits versorgt – also mehr als 90 Prozent.“

Die Verwaltung sei zurzeit dabei, mit dem Hort-Träger Arbeiterwohlfahrt über den Einsatz von Tagesmüttern zu sprechen. Diese dürften zwar wegen des Fachkräftegebots nicht wie Erzieher angestellt werden, könnten aber in den Hort-Räumen bis zu fünf Kinder betreuen. Die Politiker beauftragten die Verwaltung, „alles Mögliche zu tun, um im Bereich Hortbetreuung zu alternativen Lösungen zu kommen“. Sollte sich eine Elterninitiative gründen, um die Betreuung der Kinder selbst zu organisieren, soll die Verwaltung sie beraten.