Stormarn
Fischsterben in Siek

Feuerwehr holt 50 tote Fische aus Regenrückhaltebecken

Zahlreiche tote Fische trieben in Siek an der Wasseroberfläche eines Regenrückhaltebeckens (Symbolfoto)

Zahlreiche tote Fische trieben in Siek an der Wasseroberfläche eines Regenrückhaltebeckens (Symbolfoto)

Foto: dpa Picture-Alliance / Hansgeorg / picture-alliance / OKAPIA KG, Ge

Sauerstoffgehalt in dem Gewässer lag deutlich unter dem Richtwert. Freiwillige Helfer belüfteten das Wasser, um die Tiere zu retten.

Siek.  Weil der Sauerstoffgehalt in einem Regenrückhaltebecken An der Lohe in Siek deutlich unter den Richtwert gesunken war, sind dort Dutzende Fische verendet. „Ein Anwohner hatte am Dienstag mehrere Tiere auf der Wasseroberfläche treiben sehen und die Feuerwehr alarmiert“, sagt Gemeindewehrführer Holger Wollmer, der mit zwölf Kameraden am späten Nachmittag dort im Einsatz war. „Wir sind zunächst mit Wathosen ins Wasser und haben die toten Fische eingesammelt“, sagt der Feuerwehrchef. Rund 50 Tiere landeten in einer Tonne. „Es waren verschiedene Arten wie Karpfen und ein Hecht.“

Neben der Freiwilligen Feuerwehr war auch der Umwelttrupp der Polizei am Einsatzort. Laut Wollmer hatten die Beamten den Sauerstoffgehalt in dem Gewässer gemessen und kamen auf einen Wert von nur 0,3 Milligramm Sauerstoff pro Liter. Als optimal gilt ein Wert von acht Milligramm pro Liter Wasser. Ab einem Wert unter vier Milligramm Sauerstoff droht bereits ein Fischsterben.

Um dies zu verhindern und die restlichen Tiere in dem Regenrückhaltebecken zu retten, hat die Feuerwehr das Gewässer rund fünf Stunden belüftet. Die Helfer saugten das Wasser aus dem Gewässer und spritzen es zurück in das Becken. „Durch diese Bewegung wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert“, erklärt Wollmer, der mit seinen Kameraden bis etwa 22 Uhr im Einsatz war. Das Ordnungsamt überwacht seitdem den Sauerstoffgehalt.