Stormarn
Kultur

Theoter ut de Möhl legt Zwangspause bis zum Herbst ein

Die Plattdeutsch-Truppe des Vereins Theoter ut de Möhl hat ihre Proben auf der Bühne im Festsaal für das Stück „Politik un Föhrerschien“ unterbrochen

Die Plattdeutsch-Truppe des Vereins Theoter ut de Möhl hat ihre Proben auf der Bühne im Festsaal für das Stück „Politik un Föhrerschien“ unterbrochen

Foto: Anke Pohlmann / BGZ

Glinder Theaterverein streicht zwei Stücke. Sicherheitsmängel verhindern Proben. Suche nach Alternativen vorerst gescheitert.

Glinde.  Es ist offenbar der letzte Akt im Streit zwischen dem Theoter ut de Möhl und der Verwaltung in Glinde: Der plattdeutsche Verein legt bis zum Herbst eine Zwangspause ein. Zwei Stücke werden gestrichen. Wie berichtet, hatte die Verwaltung dem Theaterverein Mitte April untersagt, die Räume im Keller des Bürgerhauses weiter zu nutzen. Bei einer Brandschau wurden dort Sicherheitsmängel festgestellt.

Die Räume hatte das Theoter ut de Möhl bereits vor Jahren angemietet. Neben einem Probenraum hat der Verein dort eine Werkstadt sowie einen Lagerraum. Die Verwaltung, die Vermieterin ist, hat den Theatergruppen Alternativen angeboten, wie einen Raum in einer Seniorenwohnanlage am Willinghusener Weg. Doch für den Verein war dies nicht praktikabel, weil es dort keine Lagermöglichkeit für Requisiten gab.

Gerätehaus der Feuerwehr ist keine Alternative

Um dem Verein zu helfen, kam zuletzt die Idee auf, die Theatergruppen ein halbes Jahr im Gerätehaus der Feuerwehr proben zu lassen. Laut Bürgermeister Rainhard Zug sieht es dafür aber nach ersten Gesprächen aber nicht gut aus. Deswegen zog das Theoter ut de Möhl nun offenbar die Reißleine. „Schweren Herzens haben wir uns dazu entschieden“, sagt der Vereinsvorsitzende Wolfgang Pohlmann.

Weil in den nächsten Monaten nicht geprobt wird, fallen eine hochdeutsche Komödie und plattdeutsche sowie hochdeutsche Sketche aus, die alle im September aufgeführt werden sollten. Pohlmann: „Wir erwarten nun, dass die Verwaltung unseren Theaterkeller spätestens im Herbst für die Proben und Ausstattung des Weihnachtsmärchens freigibt und uns die Nutzung der Räume wieder gestattet.“ Ein Brandschutzexperte war zu dem Ergebnis gekommen, dass ein zweiter Fluchtweg im Keller fehlt, der mit einer zusätzlichen Tür gegeben wäre.