Stormarn
Feuerwehreinsatz

Kohlenmonoxid-Alarm in Oststeinbeker Wohnhaus

Die Wehren aus Oststeinbek und Havighorst untersuchten alle Räume des Einfamilienhauses in der Kampstraße auf Kohlenmonoxid (Symbolbild)

Die Wehren aus Oststeinbek und Havighorst untersuchten alle Räume des Einfamilienhauses in der Kampstraße auf Kohlenmonoxid (Symbolbild)

Foto: J.W. Alker / picture alliance / dpa / J.W.Alker

Drei Frauen kamen ins Krankenhaus, nachdem es Kohlenmonoxid-Alarm in Oststeinbek gab. Die Feuerwehr war mit 29 Helfern im Einsatz.

Oststeinbek.  Nach einem Kohlenmonoxid-Alarm in der Kampstraße in Oststeinbek wurden drei Frauen, die sich in einem Einfamilienhaus befanden, in ein Krankenhaus eingeliefert. Einem Kind, das sich ebenfalls in dem Gebäude aufhielt, blieb der Weg in die Klinik erspart. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Oststeinbek und Havighorst waren mit 29 Helfern und fünf Fahrzeugen im Einsatz, dazu mehrere Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge.

Eine der Frauen hatte am Montagabend über Unwohlsein geklagt und den Rettungsdienst gerufen. Die Mitarbeiter machten einen Check und stellten einen zu geringen Sauerstoffgehalt bei der Patientin fest. Auch die anderen Personen wurden im Anschluss außerhalb des Hauses untersucht: Zwei Frauen hatten schlechte Werte. Die Helfer vermuteten Kohlenmonoxid (CO) im Haus und schlugen Alarm.

Daraufhin schickte die Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe gegen 18 Uhr die Wehren zum Einsatzort. „Wir haben unter Atemschutz mit einem Vielfachmessgerät in allen Räumen agiert, konnten aber kein Kohlenmonoxid entdecken“, sagt Oststeinbeks Ortswehrführer Michael Lüders. Allerdings seien die Fenster bereits vor dem Eintreffen der Wehren zwecks Durchlüftung offen gewesen. „Insofern sind geringe Mengen CO nicht auszuschließen, die aber entwichen sind.“

Die Feuerwehr war rund eineinhalb Stunden vor Ort und übergab die Sache an einen Schornsteinfeger. Dieser prüfte die Heizung, verwendete auch eine spezielle Kamera. Lüders: „Der Experte hat zwei fehlende Kappen ermittelt.“ Jetzt wird sich ein Heizungsbauer mit der Anlage beschäftigen.

Kohlenmonoxid ist ein farb-, geruch- sowie geschmackloses Gas und für den Menschen extrem gefährlich. Es kann unbemerkt aus defekten Heizungen und Öfen austreten. Rund 5000 Menschen pro Jahr erleiden in Deutschland eine CO-Vergiftung, bei jedem Zehnten endet sie tödlich. Dabei wird das Gas im Körper an den Blutfarbstoff Hämoglobin gebunden und dadurch die Sauerstoffaufnahme blockiert. So kommt es zu einem massiven Sauerstoffmangel im Blut, in Organen, im Gehirn und im Gewebe.