Stormarn
Lokale Kaufleute

Oldesloe: Neuer Veranstalter für verkaufsoffenen Sonntag

Seit einigen Jahren versuchen Oldesloer Händler wie hier 2016 für die Oldesloer Innenstadt zu werben

Seit einigen Jahren versuchen Oldesloer Händler wie hier 2016 für die Oldesloer Innenstadt zu werben

Foto: Finn Fischer / HA

Veranstaltung im März hatte in der Stadt für Kritik gesorgt. Jetzt bessern die Organisatoren nach. Nächster Termin ist am Wahlsonntag.

Bad Oldesloe.  Schwaches Rahmenprogramm, wenig Beteiligung von Kaufleuten: Der erste verkaufsoffene Sonntag des Jahres im März hatte für viel Kritik in Bad Oldesloe gesorgt. Jetzt bessern die Organisatoren nach und haben für den kommenden Einkaufssonntag am 6. Mai sogar einen neuen Veranstalter verpflichtet.

Der Oldesloer Geschäftsmann Hans-Jörg Steglich ist überzeugt, dass die verkaufsoffenen Sonntage noch zu retten sind. „Aus dem letzten Mal ist eindeutig hervorgegangen, dass sowohl die Bürger als auch die Kaufleute verkaufsoffene Sonntage in Bad Oldesloe wollen“, sagt der Apotheker, der in diesem Jahr die Koordination übernommen hat. Das belege jetzt sogar eine eigens initiierte Umfrage unter Ladeninhabern aus der Innenstadt. „Diesmal haben fast alle zugesagt, sich am Programm zu beteiligen und Aktionen vor oder in den Geschäften zu organisieren“, sagt Steglich. Zusätzlich soll es auf dem Marktplatz Kinderkarussell, Snackbuden und Ausschank geben, umgesetzt von dem Oldesloer Veranstalter „Eventbetriebe Hagen“.

Bad Oldesloe unterstützt die Ausrichtung mit 16.000 Euro

Das Motto „Ja zu Bad Oldesloe“ ist eine Anspielung auf die ebenfalls an dem Sonntag angesetzte Kommunalwahl. Von 13 bis 18 Uhr kann eingekauft werden. Nach dem Shopping- und Rahmenprogramm werden von der Stadtverwaltung auf dem Marktplatz die Wahlergebnisse präsentiert.

Während in anderen Stormarner Städten wie Ahrensburg oder Bargteheide die Kaufleute eigenständig und erfolgreich ihre verkaufsoffenen Sonntag organisieren, unterstützt die Stadt Bad Oldesloe die Ausrichtung mit 16.000 Euro im Jahr. Das war nötig geworden, nachdem sich die Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute (GOK) vor drei Jahren aufgelöst hatte. Seitdem fehlt es an klaren Strukturen innerhalb der Kaufmannschaft. Hans-Jörg Steglich: „Es ist ein grundlegendes Problem, dass die Geschäfte in der Innenstadt nicht mehr mit einer Stimme sprechen.“ Sollte sich das nicht ändern, befürchtet der Oldesloer bald Reinfelder Verhältnisse.

Dort, das beobachtet Steglich, werde das Geschäft zunehmend in den Gewerbegebieten gemacht und nicht mehr in der Innenstadt: „Wir müssen einen Weg finden, den gesamten Einzelhandel der Stadt zusammenzuführen.“ Daher seien auch Unternehmen aus der Peripherie – Supermärkte, Autohäuser, Baumärkte – eingeladen, sich bei den Einkaufssonntagen in der Innenstadt zu präsentieren. Hans-Jörg Steglich ist überzeugt: „Wenn es der Fußgängerzone gut geht, hilft das allen Unternehmen der Stadt.“