Stormarn
Streit

Siek und Hoisdorf einigen sich bei Wanderweg

Hoisdorfs Bürgermeister Dieter Schippmann vor dem Zaun, den der Anlieger vor dem Wanderweg errichtet hat

Hoisdorfs Bürgermeister Dieter Schippmann vor dem Zaun, den der Anlieger vor dem Wanderweg errichtet hat

Foto: Janina Dietrich / HA

Hauseigentümer hatte ein Zaun an dem Wanderweg aufgestellt. Der wird jetzt umgeleitet. Arbeiten dauern bis Ende des Monats.

Hoisdorf.  Die Gemeinde Hoisdorf und das Amt Siek haben zusammen mit dem Hofeigner an der Straße Viehkaten eine Lösung im Streit um den Wanderweg gefunden. „Ich bin froh, dass wir uns außergerichtlich einigen konnten“, sagt Hoisdorfs Bürgermeister Dieter Schippmann: „Der Weg wird jetzt verschwenkt und soll am Viehbach Richtung Großhansdorf verlaufen.“

Inzwischen sei der Weg abgepflockt und die Vermessungen beginnen in den die kommenden Tagen. „Anschließend werden der Zaun versetzt, Schilder aufgestellt“, sagt Schippmann. Das Amt Siek rechnet damit, dass der neue Wanderweg am 30. April fertig ist.

Hauseigentümer stellte an seinem Grundstück den Zaun auf

Wie berichtet, gab es noch vor wenigen Monaten Streit um den Weg. Ende 2017 übernahm ein neuer Eigentümer den Hof, auf dem der Wanderweg direkt am Haus vorbeiführt. Weil es sich dabei um ein Privatgrundstück handelt, stellte der Hofeigner einen Zaun auf. Ein Durchkommen Richtung Autobahnbrücke war nicht mehr möglich.

Ein Anwalt kam zu dem Ergebnis, dass durch jahrzehntelange Nutzung eine für den Gemeingebrauch automatische Widmung stattgefunden habe. Hoisdorf könne den Eigentümer per Verfügung zwingen, den Zaun zu entfernen. Soweit kam es aber nicht. Der Wanderweg führt jetzt rund 30 Meter am Haus vorbei. Die Kosten für die Verlegung schätzt die Gemeinde auf maximal 30.000 Euro. Per notariellen Vertrag soll der Weg nach der Vermessung ins Eigentum der Gemeinde übergehen.