Stormarn
Giftattacke?

Ätzende Substanz an Wohnhaus in Oststeinbek verteilt

Die Feuerwehrleute schützten sich bei der Ermittlung mit Schutzanzügen, wie ihre Hamburger Kollegen bei einem Einsatz 2007 (Archivbild)

Die Feuerwehrleute schützten sich bei der Ermittlung mit Schutzanzügen, wie ihre Hamburger Kollegen bei einem Einsatz 2007 (Archivbild)

Foto: A3390 Kay Nietfeld / dpa

Familie ist offenbar Opfer eines Anschlags geworden. Welche Substanz verwendet wurde, ist derzeit noch unklar. Polizei ermittelt.

Oststeinbek.  Eine Familie aus Oststeinbek ist offenbar Opfer eines Anschlags mit einer ätzenden Flüssigkeit geworden. Der 61 Jahre alte Mann sowie seine Frau (59) und die beiden Töchter im Alter von 27 und 29 Jahren klagten am späten Mittwochnachmittag über Atemwegsreizungen. Sie alarmierten die Polizei und Feuerwehr.

Letztere rückte mit dem Löschzug Gefahrgut an. In speziellen Schutzanzügen untersuchten die Helfer das Auto der Familie sowie das Einfamilienhaus am Grenzweg. An beiden Stellen konnten sie laut Polizei eine ätzende Substanz feststellen. „Am Haus konnten wir sogar eine Flüssigkeit sicherstellen“, sagt Holger Meier, Sprecher der Polizeidirektion Ratzeburg. Ob diese Probe untersucht wird, um zu klären, um was für eine Substanz es sich handelt, müsse nun die Staatsanwaltschaft entscheiden. Dies war laut dem Polizeisprecher bis Donnerstagnachmittag noch nicht der Fall.

Die Beamten ermitteln jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Hinweise auf einen Täter oder ein Tatmotiv gebe es bislang nicht, sagt der Polizist.