Stormarn
Kritik

Oldesloe streitet weiter um Kreisel an Bahnhofskreuzung

Matthias Rohde (links) von der FBO, hier bei einem Treffen mit Anwohnern zum Thema Straßenausbaubeiträge

Matthias Rohde (links) von der FBO, hier bei einem Treffen mit Anwohnern zum Thema Straßenausbaubeiträge

Foto: Finn Fischer / HA

Wählergemeinschaft Freie Bürger Oldesloe will Kreuzungsumbau am Sülzberg verhindern und erntet heftige Kritik von CDU, SPD und Grünen.

Bad Oldesloe.  Die Kritik am geplanten Sülzberg-Kreisverkehr reißt nicht ab . Im Finanzausschuss forderten die Freien Bürger Oldesloe (FBO) erneut den Verzicht auf die Investition an der Kreuzung am Oldesloer Bahnhof. „Das ist vor zehn Jahren mal beschlossen worden und wird durchgezogen, ob der Bürger das nun will oder nicht“, kritisierte Matthias Rohde von der Wählergemeinschaft. Seitdem hätten sich die Umstände geändert. Die Stadt könne sich so etwas nicht mehr leisten.

Der Bau des Kreisverkehrs ist Teil des Fördergebietes Stadtumbau-West. Bund und Land übernehmen daher zu je einem Drittel die Kosten für den Kreisel-Bau. Übrig bleiben nach derzeitigem Stand 360.000 Euro, die aus dem städtischen Haushalt bezahlt werden müssen.

CDU: Verzicht finanziell nicht sinnvoll und fahrlässig

Nach dem erneuten FBO-Antrag platzte Mathias Nordmann (CDU) der Kragen. Er komme sich bisweilen vor wie in dem Film „Die Wutprobe“: „Wenn ich ein Haus bauen will und dafür nur ein Drittel bezahlen muss, dann schlage ich das doch nicht aus.“ Das sei finanziell nicht sinnvoll und grob fahrlässig.

Für die Verbesserung des Verkehrsflusses wird der neue Kreisverkehr dringend benötigt: „Die jetzige Situation ist grottenschlecht“, sagte Hartmut Jokisch (Bündnis 90/Die Grünen). 185 Busse fahren täglich den Bahnhof an. So wurde das Bahnhofsumfeld unter der Voraussicht umgestaltet, dass irgendwann auch der Kreisel gebaut wird. Torben Klöhn (SPD): „Ich höre immer wieder Leute, die den starken Busverkehr kritisieren.“

Die Verwaltung plant außerdem eine Erweiterung des Plangebietes. Gespräche mit dem Land laufen bereits. Laut Bürgermeister Jörg Lembke würde die Stadt bei einer Absage des Kreisel-Projektes weitere Landesmittel riskieren: „Wir würden uns beim Fördermittelgeber unglaubwürdig machen.“