Stormarn
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Sportevent: Oststeinbek sagt Ja zu den Cyclassics

Ob die Cyclassiks künftig auch durch Stormarn rollen, wird derzeit heftig diskutiert

Ob die Cyclassiks künftig auch durch Stormarn rollen, wird derzeit heftig diskutiert

Foto: Malte Christians / dpa

Kommt das größte Radrennen Europas bald nach Stormarn? Kreisbehörde befragt die Kommunen zur möglichen Streckenführung.

Oststeinbek.  An einem noch nicht terminierten Tag im März wird sich Landrat Henning Görtz mit Bürgermeistern aus der Region und der Polizei treffen. Ihr Ziel: Sie wollen eine Lösung finden, damit Stormarn im Sommer Schauplatz zweier sportlicher Großereignisse werden kann: des Triathlons Ironman Hamburg am 29. Juli sowie des Radrennens EuroEyes Cyclassics am 19. August. Wie berichtet, möchte der Veranstalter die Routen durch Stormarn führen . Er ist dabei aber auf das Wohlwollen der Städte und Gemeinden angewiesen. Im Bauausschuss haben sich Oststeinbeks Politiker jetzt für Weltklassesport in ihrem Ort ausgesprochen, stellen aber Bedingungen.

Der Organisator beider Groß-Events, die „Ironman Germany GmbH“ mit Sitz in Hamburg, hat für die Cyclassics eine Strecke beantragt, die vom Nordosten Hamburgs über Ahrensburg, Hoisdorf, Großensee, Grande und Aumühle, Reinbek, Glinde bis Oststeinbek und wieder zurück nach Hamburg führen soll. Die geplante Radroute des Ironmans verläuft über Reinbek, Glinde und Oststeinbek.

Oststeinbeker Politiker stellen Forderungen an Verwaltung

Genehmigungsbehörde ist laut Görtz die Hamburger Polizei. „Allerdings kann der Kreis die Streckenverläufe untersagen“, sagt der Landrat. Für die angedachten hatte Görtz um Stellungnahmen der betroffenen Kommunen gebeten. Denn über ihre Köpfe hinweg wird er nicht den Daumen heben. Bisher seien noch nicht alle Anfragen beantwortet und viele weder positiv noch negativ wegen offener Fragen.

In Oststeinbek hatte die Verwaltung schnell reagiert. „Mit der geplanten Streckenführung sehe ich allerdings zu große Beeinträchtigungen für die Anlieger sowie für den fließenden Verkehr“, schrieb Bürgermeister Jürgen Hettwer. Denn bei beiden Veranstaltungen muss die Hauptverkehrsader Möllner Landstraße für mehrere Stunden voll gesperrt und der Busverkehr eingestellt werden. Der Verwaltungschef ließ jetzt aber Politiker beraten. Und die sind der Meinung, dass die Bevölkerung mit den Einschränkungen leben kann. „Wichtig ist, dass die Veranstaltungen frühzeitig angekündigt und Schleichwege durch die Feldmark gesperrt werden“, sagt SPD-Fraktionschef Christian Höft. Zudem fordern die Entscheidungsträger, dass die Landwirte wegen der Erntezeit mit ihren Maschinen an jenen Tagen problemlos auf die Felder kommen und die Feuerwehr nicht eingeplant wird.

Bürgermeister aus Hoisdorf und Glinde lehnen Strecke ab

Glindes Bürgermeister Rainhard Zug stimmt dem Streckenverlauf genauso wenig zu wie sein Hoisdorfer Pendant Dieter Schippmann, laut dem auch Braak und Siek nicht mitspielen. Ahrensburgs Verwaltungschef Michael Sarach hat eine alternative Strecke über den Beimoorweg ins Spiel gebracht.

„Ich würde es toll finden, wenn Stormarn diese Ereignisse ermöglicht“, sagt Görtz. Allerdings müsse zum Beispiel das Thema Entlastungsstrecken bei Sperrung der Autobahnen 1 und 24 noch geklärt werden. Ironman-Geschäftsführer Oliver Schiek hatte sich im Abendblatt offen gegenüber Änderungswünschen bei den Routen gezeigt.