Stormarn
Polizeieinsatz

Ahrensburger droht mit Amoklauf – SEK greift zu

Das Spezialeinsatzkommando der Schleswig-Holsteinischen Landespolizei wurde nach Ahrensburg beordert und konnte den Mann überwältigen (Archivbild)

Das Spezialeinsatzkommando der Schleswig-Holsteinischen Landespolizei wurde nach Ahrensburg beordert und konnte den Mann überwältigen (Archivbild)

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

61 Jahre alter Mann bedroht Pflegerin mit Waffe und kündigt an, wahllos auf Menschen zu schießen. Im Schlaf wird er überwältigt.

Ahrensburg.  Spezialkräfte der Polizei haben in der Nacht zu Montag in Ahrensburg einen Mann überwältigt und festgenommen, der gedroht hatte „wahllos auf Menschen“ zu schießen. Am Sonntagabend gegen 19 Uhr meldete sich die Mitarbeiterin eines Pflegedienstes bei der Polizei in Ahrensburg. Sie befürchtete, einer ihrer Patienten könne sich oder anderen etwas antun. Die Frau gab weiterhin an, dass der 61 Jahre alte Ahrensburger im Besitz von mindestens einer Waffe sein soll.

Bereits am Freitag soll der Mann die Pflegekraft mit einer Waffe bedroht haben. Am Sonntag äußerte er dann, dass er diese Woche in Ahrensburg wahllos auf Menschen schießen werde. Die Frau alarmierte daraufhin die Polizei.

Insgesamt vier Waffen wurden sichergestellt

Die Beamten konnten nach eigenen Angaben nicht ausschließen, dass es sich bei der erwähnten Waffe um eine „scharfe“ Schusswaffe handelte. Deshalb holten sie sich Verstärkung vom Spezialeinsatzkommando Schleswig-Holstein, das für solche Fälle besonders ausgebildet ist. Gegen 1 Uhr in der Nacht griffen die Elitepolizisten dann zu und überwältigten den Mann, der zu dieser Zeit schlief.

Die Polizisten fanden bei dem Mann vier Waffen vor. Nach bisherigem Ermittlungsstand sind darunter zwei Schreckschusswaffen sowie eine Deko-Waffe. So werden Originalwaffen genannt, die durch einen Umbau deaktiviert und somit unbrauchbar gemacht werden.

Bei einer weiteren Pistole kamen die Polizisten zu der Erkenntnis, dass sie „offensichtlich keine Spielzeugwaffe“ ist. Ein Gutachter soll nun eine genauere Einordnung übernehmen.

Der 61 Jahre alte Mann wurde nach dem Polizeieinsatz in ein psychiatrisches Fachkrankenhaus zwangseingewiesen. Genauere Hintergründe des Einsatzes sind derzeit noch nicht bekannt.