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Ahrensburg

U-Bahnhof: Restaurant für Wohnungen abgerissen

Das Restaurant gegenüber vom U-Bahnhof Ahrensburg West ist abgerissen worden

Das Restaurant gegenüber vom U-Bahnhof Ahrensburg West ist abgerissen worden

Foto: Harald Klix / HA

Die Gaststätte am U-Bahnhof Ahrensburg West ist abgerissen worden. Die Planung des S-Bahnhofs wird vom Neubau nicht beeinträchtigt.

Ahrensburg.  Der Stadteingang am U-Bahnhof Ahrensburg West verändert sich optisch deutlich. Die Gaststätte mit jahrzehntelanger Tradition auf dem Eckgrundstück Hamburger Straße/Waldemar-Bonsels-Weg ist abgerissen worden. „Da es sich um ein privates Bauvorhaben handelt, dürfen wir keine Details dazu nennen“, sagt der Ahrensburger Bauamtsleiter Peter Kania. Nach Abendblatt-Informationen errichtet der Eigentümer des Areals ein Haus mit bis zu 15 Wohnungen und Tiefgarage.

Bis vor wenigen Wochen hatte auf dem gut 1000 Quadratmeter großen Grundstück das Restaurant Gousto geöffnet. Zuvor waren in dem Gebäude unter anderem ein Eiscafé, das griechische Restaurant Akropolis und die Kneipe Terrassen-Pavillon zu finden. Der jetzt abgerissene Altbau stammte aus den 1920er-Jahren. Nach dem Krieg kamen circa 1949 ein Verkaufspavillon und etwa 1951 der Gaststättenanbau hinzu.

Bau des S-Bahnhofs soll 2020 beginnen

Auf den geplanten Bau des S-Bahnhofs Ahrensburg West hat das Wohnhaus keinen Einfluss. Der Umsteigebahnhof verbindet die U 1 mit der neuen S-Bahnlinie 4, die vom Hamburger Hauptbahnhof bis nach Bad Oldesloe führt. Er ist Teil des Planfeststellungsverfahrens für den rund acht Kilometer langen Abschnitt von der Landesgrenze Hamburg/Schleswig-Holstein bis zur Haltestelle Ahrensburg-Gartenholz.

Die Deutsche Bahn hatte den Antrag Ende Juli beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht. Die Auslegung und Erörterung ist noch für dieses Jahr vorgesehen. Das Großprojekt, dessen Kosten auf 950 Millionen Euro geschätzt werden, soll fünf Jahre eher realisiert werden als zuletzt angenommen. Um Anfang 2020 mit dem Bau beginnen zu können, wollen die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein jetzt zusammen 25 Millionen Euro für die Auftragsvergabe freigeben. Dann könnte die S 4 schon 2024 bis nach Hamburg Rahlstedt und 2027 bis nach Bad Oldesloe fahren.