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Geschichte

Stadt Ahrensburg hofft auf Fördergeld für Bunker-Projekt

Bunker am Lindenhof in Ahrensburg, zwei Ein-Mann-Bunker oder Splitterschutzbunker sind im April 2017 bei Bauarbeiten an der Lindenhof-Baustelle in Ahrensburg entdeckt worden.

Bunker am Lindenhof in Ahrensburg, zwei Ein-Mann-Bunker oder Splitterschutzbunker sind im April 2017 bei Bauarbeiten an der Lindenhof-Baustelle in Ahrensburg entdeckt worden.

Foto: Stadtarchiv / HA

Am Lindenhof entdeckte Objekte aus dem Zweiten Weltkrieg sollen gezeigt werden. Bis Ende März soll über Fördergeld entschieden werden.

Ahrensburg.  Die Stadt Ahrensburg hofft weiterhin auf Fördergeld für das von ihr geplante Geschichtsprojekt mit den beiden am Lindenhof gefundenen Splitterschutzbunkern. Sie hatte dafür im vergangenen Jahr eine Projektskizze bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung eingereicht mit dem Ziel, 36.560 Euro zu bekommen. „Wir sind noch im Rennen um die Fördermittel, unser Projekt wurde anders als andere bislang noch nicht abgelehnt“, sagt Ahrensburgs Stadtarchivarin Angela Behrens auf Abendblatt-Anfrage. „Bis Ende März sollen wir nun von der Bundesanstalt die Nachricht bekommen, ob wir bei ihr einen Antrag auf Fördergeld stellen dürfen.“

Diese Aufforderung zur Antragstellung ist die zweite Stufe des Verfahrens, um am Bundesförderprogramm „Landkultur – kulturelle Aktivitäten und Teilhabe“ teilnehmen zu können. „Ahrensburg erfüllt mit seiner Einwohnerzahl von rund 34.000 noch die Voraussetzungen für das Programm“, sagt Angela Behrens. Es seien fast 900 Projektskizzen aus ganz Deutschland eingereicht worden, daher dauere deren Bearbeitung bei der Bundesanstalt länger als gedacht.

Kooperationsobjekt mit Ahrensburger Schulen geplant

Wie berichtet, waren die Bunker, die vor Bombensplittern schützen sollten, vergangenes Jahr von Arbeitern auf der Lindenhof-Baustelle an der Bahnhofstraße ausgegraben worden. Mit Hilfe von Ahrensburger Zeitzeugen sowie des Archäologischen Landesamts wurden sie als originale Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg identifiziert. Derzeit lagern die Objekte bei der Stadt.

Mit den Bunkern ist ein Kooperationsprojekt des Stadtarchivs mit den Ahrensburger weiterführenden Schulen geplant. Das haben Ahrensburgs Stadtverordnete beschlossen. Die beteiligten Schüler ab der zehnten Klasse sollen mit Ausstellungsfachleuten das Konzept für einen Erinnerungs- und Lernort mit den Bunkern zum Thema „Krieg und Gewalt“ erarbeiten. Mit dem angestrebten Fördergeld des Bundes könnten rund 80 Prozent der Projektkosten von rund 46.000 Euro gedeckt werden.

„Wir hoffen, nach einem erfolgreichen Antrag auf Fördergeld mit dem Projekt im Schuljahr 2018/2019 starten zu können“, sagt Stadtarchivarin Angela Behrens. Sollte der Antrag wider Erwarten abgelehnt werden, will sie versuchen, das Geschichtsprojekt mit den Schulen dennoch umzusetzen. „Vielleicht gelingt es der Stadt, dann andere Geldgeber zu finden.“