Stormarn
Party

Elmenhorster Karnevalsnacht startet verhalten

Die Teeniegarde sorgte für Partystimmung auf der Elmenhorster Karnevalsnacht

Die Teeniegarde sorgte für Partystimmung auf der Elmenhorster Karnevalsnacht

Foto: Melissa Jahn

Erste Elkana mit weniger Besuchern als erhofft. Am kommenden Wochenende soll es voller werden. Zweite Karnevalsnacht ausverkauft.

Elmenhorst.  Zu einer Zeit, in der in Elmenhorst die Bürgersteige für gewöhnlich hochgeklappt werden, pilgerten am Sonnabend bunt verkleidete Gestalten zur größten Karnevalsparty im Norden. Einhörner, Schmetterlinge, Cowgirls oder die Besatzung vom Raumschiff Enterprise fühlten sich vom extra breit gefassten Motto „Rio, Köln, Elmenhorst“ angesprochen. Trotz des modifizierten Konzeptes blieb die erste Veranstaltung der Elkana (Elmenhorster Karnevalsnacht) jedoch auch in diesem Jahr hinter den Erwartungen zurück: Die Halle war mit 450 Besuchern nur zur Hälfte gefüllt. Ob sich das Format auch in der Zukunft rentiert, muss der Verein nun prüfen.

Als „superschön“ bewertet Petra Korth die aufwendig geschmückte Mehrzweckhalle der Gemeinde. Die gebürtige Kölnerin hat sich mit roter Perücke und bunter Fliege verkleidet und lässt zufrieden ihren Expertenblick über die Dekoration aus Luftballontrauben und Glitzerpalmen gleiten. Zusammen mit ihren Kolleginnen aus einem Bargteheider Steuerberatungsbüro möchte sie sich einen feucht-fröhlichen Abend machen. Sie sagt: „Obwohl ich seit mehr als 20 Jahren hier wohne, schlägt mein Herz für das Rheinland. Karneval feiere ich leidenschaftlich gerne.“

Sohn Janick vertritt Karnevalsprinz Martin Philipps

Noch ist es ruhig rund um die bunte Truppe, verkleidet als Einhorn, Vogelscheuche, Kuh und 20er-Jahre-Diva. Denn zu Beginn der Veranstaltung um 19.11 Uhr sind weit weniger als die Hälfte der Tische mit grün-weiß-karierten Decken besetzt, einzelne Mutige präsentieren sich auf dem Parkett. Und auch während der Auftritte der Kinder- und Teeniegarden ist die Halle wenig besucht. Zwischen den Tanzeinlagen will noch keine Partystimmung aufkommen, auch als die Zeremonienmeister – denn Elmenhorst hat an dem Abend sogar zwei – den Schlachtruf „Fisch Elm“ mehrfach skandieren.

Und noch jemand fehlt: Karnevalsprinz Martin Philipps ist nicht da. Was ist passiert? „Er hat sich nicht nur einen Männerschnupfen, sondern eine richtige Grippe eingefangen“, sagt Ehefrau Darja Philipps, die den Verein nun alleine repräsentieren muss. „Dabei hat er sich so auf den Abend gefreut.“ Vertreten wird er von Sohn Janick (11), der als Kinderprinz dabei ist und mit seiner Mutter ein paar Tanzschritte probt.

Neues Konzept führte nicht zu mehr Besuchern

Erst nach dem Auftritt der Prinzengarde wird es voll auf der Tanzfläche. Monika und Burkhard Creydt aus Kiel stürmen das Parkett im Partneroutfit als Dalmatiner. Sie haben ihr Kostüm bereits in Köln erprobt. Tierisch mag es auch Christine Köster aus Mollhagen, die eine riesige Spinne auf ihrem Kopf herumträgt. Entschieden habe sie sich ganz spontan, erzählt die 61 Jahre alte Karnevalistin. „Ich habe immer einige interessante Kostüme in meinem Fundus. Mir ist das Motto nicht wichtig, nur dass ich tanzen kann.“ Und das macht sie dann auch, zusammen mit den anderen Partybegeisterten.

Positiver Stimmung ist auch Dirk Bakker, amtierender Präsident des Karnevalvereins, obwohl die erste Veranstaltung auch in diesem Jahr hinter den Erwartungen hinsichtlich der Besucherzahlen zurückgeblieben ist. Ein neuer Catering-Anbieter, neues Barkonzept sowie mehr Werbung haben nicht zu mehr verkauften Karten geführt, obwohl der Vorverkauf erstmals bereits vor Weihnachten gestartet war. „Die Nachfrage scheint einfach nicht in dem gewünschten Maß da zu sein, egal wie hart wir daran arbeiten“, sagt Bakker. „Trotzdem hat alles gut geklappt, und die Stimmung war gut und friedlich.“ Endgültige Zahlen seien erst nach den verbleibenden Veranstaltungen – dem Seniorenkarneval am 7. Februar sowie der zweiten, bereits ausverkauften Karnevalsnacht am 10. Februar – bekannt.

Trotz allem konnte der Verein in den Vorjahren stets mit einer schwarzen Null aus der Saison hervorgehen. Dies sei für die weitere Planung maßgeblich. Wie es im nächsten Jahr weitergehen soll, müssen die Vereinsmitglieder nun zusammen überlegen.