Stormarn
Ruhestand

42 Jahre Lehrerin: Abschied einer Bargteheider Schulleiterin

Gisela Blankenburg, Leiterin der Emil-Nolde-Schule in Bargteheide, geht in den Ruhestand

Gisela Blankenburg, Leiterin der Emil-Nolde-Schule in Bargteheide, geht in den Ruhestand

Foto: Finn Fischer / HA

Gisela Blankenburg, die Leiterin der Emil-Nolde-Schule, geht nach vielen Jahrzehnten in den Ruhestand. Die Nachfolge ist noch unklar.

Bargteheide.  Viele Jahrzehnte hat sie den Schulalltag am der Emil-Nolde-Schule in Bargteheide mitgestaltet: Jetzt geht Gisela Blankenburg in den Ruhestand. Kollegium, Schüler, Schulrat und die Stadt als Träger verabschiedeten sich in einer Feierstunde im Foyer der Grundschule von der Schulleiterin.

„Das ist schon ein komisches Gefühl, nach so vielen Jahren wegzugehen“, sagte Gisela Blankenburg dem Hamburger Abendblatt am Rande ihrer Verabschiedung. Jetzt wolle sie mehr für ihre Familie und vor allem für ihre Enkel da sein, so die 62-Jährige, die eigentlich nicht gerne im Mittelpunkt steht. An diesem Tag kam die Lehrerin „mit einem großen Herz für Mathematik“ nicht um die große Aufmerksamkeit herum.

Blankenburg übernahm 2012 die Schulleitung

Die wurde ihr auch von der Bürgermeisterin geschenkt. „Sie hat sich immer für die Belange der Schule eingesetzt und das mit Blick auf Schüler und Kollegium“, lobte Bargteheides Verwaltungschefin Birte Kruse-Gobrecht die Arbeit von Gisela Blankenburg in einer kurzen Ansprache. Zwischen Schulleitung und der Stadt Bargteheide als Trägerin der Einrichtung habe immer eine gute Atmosphäre und Zusammenarbeit geherrscht: „Ich habe sie als Frau mit Weitblick, Durchsetzungsvermögen und Teamgeist kennengelernt.“

42 Jahre unterrichtete Gisela Blankenburg Kinder und bereitete sie auf die weiterführenden Schulen vor. Seit 30 Jahren arbeitete die Pädagogin an der Emil-Nolde-Schule in Bargteheide, 20 Jahre im Team der Schulleiterin. Bevor Gisela Blankenburg im Jahr 2012 die Leitung übernahm, war sie die stellvertretende Schulleiterin der Grundschule.

Lehranstalt trägt den Titel „Zukunftsschule“

Die Emil-Nolde-Schule ist eine kleine – je nach Bedarf – zwei- bis dreizügige Grundschule mit einem derzeit 14-köpfigen Kollegium, die von 235 Schülern in neun Klassen besucht wird.

Die Schulleiterin hat in ihrer Zeit im Leitungsteam viele Projekte begleitet oder angestoßen. Einer der Schwerpunkte der Grundschule liegt seit 2010 auf der Vermittlung von Medienkompetenz. Seit 2014 trägt die Emil-Nolde-Schule den vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) verliehenen Titel „Zukunftsschule“ und ist Modellschule „Lernen mit digitalen Medien“. Neben dem Erwerb eines reichen Schatzes an Kenntnissen im Bereich der Computer- und Internetnutzung werden dabei auch das Erstellen von Plakaten, das Halten von Referaten und in Projekten das Aufnehmen von Hörspielen oder das Singen und Spielen in der Schulband oder im Schulchor geübt.

Nachfolge soll bis August geklärt werden

Schulrat Michael Rebling überreichte der Lehrerin ihre Pensionierungsurkunde: „Die Emil-Nolde-Schule ist eine von den Schulen , die sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt haben.“ Gisela Blankenburg habe es mit ihrer kommunikativen Art immer verstanden, Schüler und Kollegium zusammenzuhalten.

Noch gibt es keinen Nachfolger, der den Posten der Schulleitung an der Emil-Nolde-Schule in Zukunft übernehmen wird. Die Personalie soll bis August geklärt sein. Ob eine Lehrerin oder Lehrer aus dem bestehenden Kollegium die Stelle übernimmt, ist unklar. Möglich wäre auch eine externe Besetzung. Michael Rebling: „Es gab bereits eine offizielle Ausschreibung und wir haben auch schon zwei Bewerbungen von Kollegen aus Bargteheide.“ In der Übergangszeit wird aus dem Kollegium heraus eine kommissarische Schulleitung bestimmt.