Ahrensburg

Bau an der AOK-Kreuzung beginnt

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Carmen Mahler, Antonia Köhler und Friederike Voss
Eine zentrale Verbindung zwischen Ahrensburger Innenstadt und Bahnhof ist derzeit nicht passierbar, weil an der AOK-Kreuzung gebaut wird

Eine zentrale Verbindung zwischen Ahrensburger Innenstadt und Bahnhof ist derzeit nicht passierbar, weil an der AOK-Kreuzung gebaut wird

Foto: Carmen Mahler / HA

In Ahrensburgs Zentrum entsteht ein Wohn- und Geschäftshaus. Baustelle sorgt für Ärger bei Passanten. Das Gelände ist abgesperrt.

Ahrensburg.  Die Bauarbeiten auf dem Grundstück an der „AOK-Kreuzung“ an der Hamburger Straße/Ecke Woldenhorn in Ahrensburg haben begonnen. Dort soll, wie berichtet, ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Damit werde in Ahrensburg eine „wichtige Lücke endlich geschlossen“, so Andrea Becker, Leiterin des Fachdienstes für Stadtplanung. Das leere Eckgrundstück am Eingang zu Ahrensburgs Innenstadt sei lange Zeit ein unschöner Anblick gewesen.

Derzeit ist das Gelände weiträumig abgesperrt und sorgt für Ärger bei Passanten und Anwohnern. Laut Arno Land vom Fachdienst für Verkehrsaufsicht werden dort Leitungen für Telekommunikation vom privaten in den öffentlichen Bereich verlegt, weswegen der Gehweg für Passanten bis Freitag, 9. Februar, gesperrt bleibt. Auch die Bushaltestelle wurde aufgrund der Bauarbeiten für diesen Zeitraum zum ehemaligen VW-Gelände an die Hamburger Straße 40–42 verlegt.

Passantin befürchtet Komplikationen für Krankenwagen

Fußgänger müssen im Moment auf dem zentralen Verbindungsweg von der Innenstadt zum Regionalbahnhof Umwege in Kauf nehmen. Vom Ärztehaus in der Hamburger Straße 23 werden sie über zwei Ampeln und einen Ersatz-Zebrasteifen umgeleitet, müssen die viel befahrene Kreuzung einmal komplett umrunden.

„Das hat schon für deutlich vernehmbaren Ärger gesorgt“, berichtet einer der Bauarbeiter. „Radfahrer, die von der Gerhardstraße kommen, sind sauer, weil sie durch die Absperrung große Umwege fahren müssen“, erzählt er. Eine Passantin befürchtet außerdem Komplikationen für Krankenwagen, denen die Wege zum Seniorenpflegeheim Domicil oder zum Ärztehaus durch Baufahrzeuge versperrt werden könnten.

Auch Jessica Hensmann (42), Inhaberin des Reisebüros „Ihr Reisezentrum“, bereitet die Baustelle Sorgen: „Ich habe Angst vor Lärm und weiteren Störungen“. Außerdem kritisiert sie, dass die Anwohner nicht über das Bauvorhaben und die weitere Planung informiert wurden.

Fraglich: Fertigstellung im Sommer 2019

Der Baubeginn war laut Investor, der Haase Projekt GmbH aus Halberstadt in Sachsen-Anhalt, ursprünglich bereits für November letzten Jahres geplant gewesen. Für eine Auskunft darüber, warum es zu Verzögerungen kam und ob der angestrebte Fertigstellungstermin im Sommer 2019 eingehalten werden kann, war die Firma am Mittwoch nicht zu erreichen. Auf einem Schild auf der Baustelle selbst heißt es jedoch, dass die Bauarbeiten am 31. August 2019 enden sollen.

Die Haase Projekt GmbH hatte das 700 Quadratmeter große Grundstück im Frühjahr letzten Jahres vom Asklepios-Konzern gekauft. Dieser hatte seit 2014 versucht, einen Käufer zu finden. Die Suche gestaltete sich schwierig. Aufgrund der dreieckigen Form galt die Fläche als schwer zu bebauen. Es sei „keine Standardbausituation“, sagt Stadtplanerin Andrea Becker. „Das Grundstück liegt mitten im Verkehr, weshalb der Bau von Zufahrten und Parkplätzen kompliziert ist“.

Geplant sind 31 Wohnungen sowie eine Tiefgarage mit 19 Stellplätzen. Auf drei Etagen sollen 2200 Quadratmeter Wohn- und 400 Quadratmeter Gewerbefläche entstehen. Angaben darüber, ob bereits mit der Vermarktung der Wohnungen begonnen wurde und deren Preise feststehen, liegen nicht vor.

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