Stormarn
Bad Oldesloe/Kiel

Zahl der Wohnungseinbrüche im Land ist niedriger als 2016

Kriminaldirektor Rainer Bretsch ist beim Landeskriminalamt in Kiel für Wohnungseinbrüche zuständig

Kriminaldirektor Rainer Bretsch ist beim Landeskriminalamt in Kiel für Wohnungseinbrüche zuständig

Foto: LKA / HA

650 Wohnungseinbrüche im November registriert. Anstieg der Taten in der dunklen Jahreszeit. Intensive Kontrollen werden fortgesetzt.

Bad Oldesloe/Kiel.  In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen, aber wesentlich geringer als im Vorjahr. Diese Entwicklung trifft auch auf den Kreis Stormarn zu. Das ergibt eine aktuelle Auswertung von Fallzahlen zur Einbruchskriminalität, die vom Landeskriminalamt (LKA) in Kiel erstellt wurde.

Demnach sind im November 2017 landesweit 650 Wohnungseinbrüche registriert worden, das sind 250 mehr als im Oktober und fast 400 mehr als im September dieses Jahres. Zugleich liegt die Zahl für November 2017 aber um rund 150 Einbrüche niedriger als im November 2016. Betrachtet man die Zahlen der Jahre 2016 und 2017 jeweils bis einschließlich November, stehen rund 6000 Taten im Jahr 2016 rund 4700 Taten im laufenden Jahr gegenüber.

Nachbarschaftliche Aufmerksamkeit ist wichtiger Faktor

„Der Anstieg der Taten in der dunklen Jahreszeit zeigt, wie wichtig ein ganzheitlicher und konsequenter Bekämpfungsansatz ist“, sagt Kriminaldirektor Rainer Bretsch vom LKA. „Die Kriminalität mit Wohnungseinbrüchen kann dauerhaft nur gesenkt werden, wenn repressive Maßnahmen und präventive Anstrengungen miteinander verzahnt werden. Laut Bretsch sei dabei die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure, also Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichte, Opferschutz und Fachfirmen, besonders wichtig. Nach Polizeiangaben sind im Laufe dieses Jahres 79 Tatverdächtige auf frischer Tat vorläufig festgenommen worden. 42 Beschuldigte wurden überdies durch Ermittlungsverfahren in Untersuchungshaft gebracht.

Die Polizei kündigt an, dass ihre intensiven Kontrollen in den besonders von Einbrüche betroffenen Bereichen im Süden des Landes, also auch in Stormarn, fortgesetzt werden. Damit die Polizei erfolgreich ist, legt Kriminaldirektor Bretsch auf einen Hinweis besonderen Wert: „Die hohe Zahl an Festnahmen auf frischer Tat beweist, wie wichtig nachbarschaftliche Aufmerksamkeit ist. Unser Appell an die Bürgerinnen und Bürger ist daher: Seien Sie wachsam. Achten Sie auf verdächtige Personen in Ihrer Nachbarschaft. Scheuen Sie sich nicht, sofort die Telefonnummer 110 zu wählen, wenn Sie verdächtige Beobachtungen machen.“