Stormarn
Vernissage

Künstlerinnen-Trio stellt im Ahrensburger Marstall aus

Sie laden für Sonntag zur Vernissage ein: Die Künstlerinnen Yeongbin Lee (v. l.), Daniela Takeva und Friederike Seide

Sie laden für Sonntag zur Vernissage ein: Die Künstlerinnen Yeongbin Lee (v. l.), Daniela Takeva und Friederike Seide

Foto: Pelle Kohrs / HA

Die drei Preisträgerinnen des Kieler Muthesius-Preises präsentieren von Sonntag an ihre Werke in der Galerie im Marstall Ahrensburg.

Ahrensburg.  Friederike Seide, Yeongbin Lee und Daniela Takeva hatten im vergangenen Jahr Grund zur Freude – den drei Künstlerinnen wurde der Muthesius-Preis verliehen. Alle zwei Jahre zeichnet dieser Studierende der Muthesius Kunsthochschule in Kiel aus. Jetzt stellen die drei Frauen im Ahrensburger Marstall aus. Die Vernissage ist am Sonntag, 10. Dezember.

Die Ausstellung ist ein Teil der Muthesius-Auszeichnung. „Die Gewinner erhalten so die Möglichkeit, bei einer eigenen Kunstschau aktuelle Arbeiten zu präsentieren“, sagt Katharina Schlüter von der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn. „Das fördern wir jetzt bereits zum zweiten Mal.“

Drei unterschiedliche Installationen erwarten die Besucher

Unter dem Titel „Play Pause Repeat“ erwarten die Besucher der Ausstellung drei unterschiedliche Installationen. Friederike Seide etwa gewährt Einblicke in ganz persönliche Situationen aus ihrem Alltag. Seit 2013 hält sie in kleinen Heften Momente aus ihrem Leben fest – in Form von Zeichnungen. Im Marstall präsentiert sie diese in einer großen Wandinstallation.

Yeongbin Lee hat für die Kunstschau eine skulpturale Arbeit angefertigt. Die große Holzkonstruktion zeigt abstrakt erscheinende schwarz-weiße Zeichnungen, die laut der gebürtigen Südkoreanerin einen Garten in der Nacht darstellen sollen. Sinnbildlich sei dieser als externer Gedankenraum zu verstehen. Lees Installation trägt den Namen „Gartens Wende“.

Kunsthistoriker Peter Thurmann führt ins Werk ein

Daniela Takeva, die letzte Künstlerin im Bunde, präsentiert Lentikularbilder, die auch als Wackelbilder bekannt sind. Je nach Betrachtungswinkel sind in diesen mehrere Fotografien zu erkennen. Takeva zeigt vor allem Aufnahmen von Hochhäusern. Sie selbst habe in solchen Gebäuden gelebt, und das als „bedrückend“ empfunden. „Meine Bilder sollen widerspiegeln, was diese Architektur mit einem macht“, sagt sie.

Zur Einführung in die Ausstellung „Play Pause Repeat“ spricht der Kieler Kunsthistoriker Peter Thurmann. Bis zum 21. Januar kann die Kunstschau im Marstall besucht werden.

Vernissage So 10.12., 16.00, Galerie im Marstall Ahrensburg, Lübecker Straße 8, Eintritt frei