Stormarn
Flächennutzungsplan

Oststeinbek hat Hunderte Baulücken für Häuser

Die Verwaltung hat 210 Lücken für möglichen Wohnungsbau in Oststeinbek ermittelt (Symbolfoto)

Die Verwaltung hat 210 Lücken für möglichen Wohnungsbau in Oststeinbek ermittelt (Symbolfoto)

Foto: dpa Picture-Alliance / Markus Scholz / picture alliance / Markus Scholz

Gemeinde will motivieren, Wohnraum zu schaffen. Somit soll die Innenentwicklung vorangetrieben werden und Grünflächen erhalten bleiben.

Oststeinbek.  In den kommenden Tagen erhalten zahlreiche Grundstückseigentümer in Oststeinbek Post von der Gemeinde. Denn auf ihren Flächen ist das Potenzial nicht ausgeschöpft, obwohl eine Bebauung möglich ist. 210 solcher Lücken hat die Verwaltung ermittelt. Sie möchte jetzt wissen, welche Areale künftig verfügbar sind, also mitunter auch verkauft werden sollen, und hat daher einen Fragebogen entwickelt.

Die Mitarbeiter des Rathauses beraten außerdem kostenlos. Zum Beispiel, welche Art von Gebäuden auf den Grundstücken möglich sind. „Damit wollen wir Menschen motivieren, Wohnraum zu schaffen“, sagt Bürgermeister Jürgen Hettwer. Ziel ist es, die Innenentwicklung voranzutreiben und Grünflächen zu erhalten. Die Nachfrage nach Wohnraum ist hoch. „Bei uns rufen pro Woche mindestens drei Personen an und erkundigen sich nach Einzelhäusern“, sagt Stadtplanerin Iris Hoffmann. Die Bauamtsmitarbeiterin hat über ein Jahr Rundgänge durch die 9000-Einwohner-Gemeinde gemacht und Erweiterungsmöglichkeiten erkundet, um ein sogenanntes Potenzialflächenkataster zu erstellen. Das letzte größere Baugebiet hatte Oststeinbek vor mehr als zehn Jahren entwickelt. Viele Menschen, die in der Kommune ein Haus oder eine Wohnung suchen, sind bei dem Vorhaben erfolglos.

Der Flächennutzungsplan soll Ende 2018 fertig sein

Außerdem gibt es in der Gemeinde rund 350 untergenutzte Grundstücke. Dabei handelt es sich um Flächen, die aufgrund der Größe ein weiteres Haus vertragen oder wo das vorhandene Gebäude aufgestockt werden könnte, dafür allerdings der Bebauungsplan geändert werden müsste.

Die meisten Baulücken eignen sich laut Hoffmann für Einfamilienhäuser und nicht für Geschosswohnungsbau. Dieser könnte zwischen Querweg und Hamburger Kamp sowie in nördlicher Richtung zum Willinghusener Weg realisiert werden. Das Thema wird gerade in der Politik behandelt. Die Rede ist von rund 90 Seniorenwohnungen, teilweise öffentlich gefördert.

Die Ermittlung von Potenzialflächen ist eng verbunden mit dem neunen Flächennutzungsplan, der Ende kommenden Jahres fertiggestellt sein soll. Er regelt, wo Oststeinbek wachsen kann.