Stormarn
Komödie

Theater Hoisdorf: Langweiler Ralf war einst Casanova

Foto: Christina Schlie / HA

Das Theater Hoisdorf zeigt die Komödie um das frühere Leben eines biederen Ehemanns achtmal im Großhansdorfer Waldreitersaal.

Hoisdorf.  Beate Boring (gespielt von Mareike Kachel) träumt von einem aufregenden Leben. Von wilden Partys und Reisen in ferne Länder. Allerdings scheint sie dafür den falschen Mann geheiratet zu haben. Ihr Gatte Ralf (Martin Gura) ist ein Langweiler: Versicherungsvertreter, Bierdeckelsammler und Couch-Potato durch und durch.

Wie es der Zufall will, trifft Beate eine alte Schulfreundin und deren illustren Lebenspartner. Dieser beherrscht nicht nur das Fallschirmspringen und Haifischtauchen, er ist auch ein selbst ernannter „Psychotherapeut mit esoterischer Ansatzkomponente“ der Menschen durch Trance in ihr vorheriges Leben zurückführen kann. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als Ralf sich auf einen Selbstversuch einlässt. Wie sich zur Überraschung aller herausstellt, war der Langweiler in seinem vorherigen Leben niemand Geringeres als Giacomo Casanova. Das Unheil scheint programmiert …

Elf Schauspieler stehen in dem Stück auf der Bühne

„Casanovas Comeback“ ist die neueste Produktion vom Theater Hoisdorf und bereits die siebte Regiearbeit von Heike Meyer. „Das Stück überzeugt durch viel Wortwitz“, sagt die Regisseurin. Gemeinsam hat die Theatergruppe das Stück gelesen und schnell für „gut und spielbar“ befunden. Neben der Zahl der Darsteller sei bei einer Komödie natürlich ausschlaggebend, wie oft man beim Lesen gelacht habe, sagt Meyer. „Und das war häufig“, so Schauspielerin Katja Hilkenbach.

Elf Darsteller sind zu sehen. Dazu kommen jede Menge helfende Hände, die hinter der Bühne für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Denn im Theater Hoisdorf wird traditionell alles selbst gemacht: Bühnenbild, Requisite, Kostüme, Ton und Licht. Jeder ist so dabei, wie er mag und sich zeitlich einbringen kann. Ein Jahr Schauspieler, im nächsten vielleicht Souffleuse.

„Der Perspektivwechsel ist für alle Mitstreiter wichtig“, sagt Heike Meyer, die auch schon auf der Bühne stand. Es ist der Anspruch der Truppe, sich stets zu verändern und auch den Zuschauern immer wieder einen neuen Blickwinkel zu eröffnen. Auch wenn mit einer Komödie das Genre zum vergangenen Jahr gleich geblieben ist, wird alles neu und anders, verspricht das Team, das sich seit April wöchentlich zum Proben trifft. Insgesamt sind acht Vorstellungen von „Casanovas Comeback“ zu sehen. Parallel zu diesem Stück arbeitet die Theatergruppe bereits an ihrem Jubiläumsstück zum 40-jährigen Bestehen im kommenden Jahr.

„Casanovas Comeback“ vom Theater Hoisdorf 3./4. November, 26./27. Januar, 2./3./9./10. Februar jeweils um 20 Uhr im Waldreitersaal, Barkholt 64 in Großhansdorf. Die Karten kosten 12 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr und sind bei Schreibwaren Wilbert in Großhansdorf, im Bürgerbüro Siek sowie unter www.theaterhoisdorf.de erhältlich.