Stormarn
Wenig Interesse

Elmenhorst: Bürgertalk mit zwei Besuchern

Bürgermeister Bernd Bröcker mit Parteikollege Bernd Fritz auf der Baustelle im Neubaugebiet an der B75 im Februar 2016

Bürgermeister Bernd Bröcker mit Parteikollege Bernd Fritz auf der Baustelle im Neubaugebiet an der B75 im Februar 2016

Foto: Pelle Kohrs / HA

Wählergemeinschaft informiert über die Zukunft der Gemeinde. Trotz dürftiger Beteiligung wollen sie an Bürgerbeteiligung festhalten.

Elmenhorst.  Genau zwei Bürger waren der Einladung der Wählergemeinschaft Unabhängige Bürger der Gemeinde Elmenhorst (UBE) zum Bürgertalk gefolgt: Ein Politik-Kollege aus der SPD und ein Elmenhorster, der allerdings selbst gar nicht mehr im Ort wohnt. „Zwei Besucher mehr als beim ersten Abend“, sagte Bürgermeister Bernd Bröcker (UBE). „Davon lassen wir uns aber nicht entmutigen.“

Es geht um die Zukunft der Gemeinde. Wie soll sich Elmenhorst in den kommenden Jahren entwickeln? Themen wie lebendige Gemeinde, Verkehr und Wege, Siedlungsentwicklung und Kinderbetreuung standen zur Diskussion. „An der Basis ist es immer schwierig, Menschen dazu zu bewegen, sich zu engagieren“, sagte die 1. Vorsitzende Karen Rinas. Trotz der dürftigen Teilnehmerzahl will die UBE an frühzeitiger Planung und Bürgerbeteiligung festhalten. Schließlich stehen 2018 wieder Kommunalwahlen an.

Schlagworte des Abends war „behutsames Wachstum“

Schlagworte des Abends war „behutsames Wachstum“. Aktuell ist die Gemeinde gut aufgestellt. 40 Prozent des Haushaltsbudgets von drei Millionen Euro werden für die Kinderbetreuung ausgegeben. Das Neubaugebiet an der Bundesstraße 75 – das erste nach zehn Jahren – ist so gut wie fertiggestellt. Gut 200 neue Bürger kamen auf einen Schlag hinzu. „Mit der Ausschreibung eines weiteren Gebietes sollten wir aber warten und uns zuerst über Folgekosten für Dinge wie Kindergärten und Schulplätze Gedanken machen“, so Bürgermeister Bröcker. Zurzeit hat die Gemeinde noch einige freie Kindergartenplätze zur Verfügung. Auch die 17 Vereine, die es in Elmenhorst gibt, müssen Kapazitäten für neue Mitglieder haben.

UBE-Mitglied Björn Smidt plädiert dafür, dass die Gemeinde eine Prioritätenliste erstellt und diese transparent veröffentlicht. So kann der Bürger nachvollziehen, was wann von der Gemeinde umgesetzt oder eventuell auch verschoben wird, sagt Smidt.

In diesem Jahr musste die Gemeinde ihre Planungen verändern, da das Land per gesetzlicher Grundlage ein Baumkataster verlangte. Die Kosten betragen 13.000 Euro. Ein weiteres, brenzliges Thema ist die Verkehrssicherheit an der Bargfelder Straße (B 75). Bernd Bröcker: „Diese viel befahrene Straße müssen Schulkinder ohne Querungshilfe passieren.“ Vorschläge der Gemeinde nach einem Kreisel, einer Ampel oder einem Zebrastreifen wurden laut Bürgermeister aber von der Kreisverkehrsaufsicht abgelehnt.