Stormarn
Landespolitik

Hamberge stimmt über Lärmschutz an der Autobahn ab

Hamberges Bürgermeister Paul Friedrich Beeck (CDU) an der Autobahn 1, die Gemeinde fordert besseren Lärmschutz

Hamberges Bürgermeister Paul Friedrich Beeck (CDU) an der Autobahn 1, die Gemeinde fordert besseren Lärmschutz

Foto: René Soukup / HA

Seit 30 Jahren kämpft die Gemeinde für besseren Lärmschutz. Jetzt stehen die Verhandlungen mit dem Land kurz vor dem Abschluss.

Hamberge.  Seit Jahrzehnten warten die Menschen in Hamberge auf besseren Lärmschutz an der Autobahn 1. Jetzt stehen die Verhandlungen zwischen Gemeinde und Land offenbar kurz vor einem Abschluss. „Wir haben einen Kompromiss ausgehandelt, der noch durch die Gemeindevertretung muss“, sagt Bürgermeister Paul Friedrich Beeck (CDU). Zu der außerordentlichen Sitzung komme auch der Kieler Wirtschafts- und Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) komme.

Zum Inhalt des Kompromisses will sich Beeck auf Nachfrage noch nicht äußern: „Es steht jetzt ja nicht fest, dass die Gemeindevertreter auch zustimmen. Es könnte daher noch Änderungen geben.“

Buchholz kam zu Verhandlungen nach Hamberge

Seit 30 Jahren kämpft Hamberge für einen Ausbau des Lärmschutzes an der A 1. Durch die geplante E-Highway-Teststrecke für Lastwagen auf einem Abschnitt zwischen Reinfeld und Lübeck bekam das Thema neue Aktualität. Die Gemeinde schloss sogar eine Klage gegen das Projekt nicht aus, sollte bei den E-Highway-Planungen der Lärmschutz nicht berücksichtigt werden.

Anfang August sagte Harald Haase, Sprecher im Verkehrsministerium, dem Abendblatt, dass sich der neue Minister Bernd Buchholz bereits in seinen ersten Arbeitstagen dieser Sache angenommen habe. Er habe von vornherein das Versprechen abgegeben, dass das Land die Gemeinde nicht im Stich lassen werde. Es solle eine einvernehmliche Lösung gefunden werden.

Daraufhin kam Minister Buchholz für Verhandlungen nach Hamberge. Bei dem Treffen konnte offenbar eine Einigung erzielt werden, bei der beide Parteien von ihren Positionen abrücken mussten. Diese Vereinbarung ist für die Gemeinde die Voraussetzung, dem E-Highway zuzustimmen. Mit dem Pilotprojekt sollen ab 2019 mit Strom betriebene und durch Oberleitungen gespeiste Lastwagen auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden. Bei der Sondersitzung wollen die Kommunalpolitiker auch über eine Stellungnahme zum E-Highways abstimmen.

Gemeindevertretersitzung Hamberge, Dienstag, 5. September, 20 Uhr, Restaurant Hauck, Stormarnstraße 14