Kriminalität

Zahl der Einbrüche im Kreis Stormarn sinkt deutlich

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Harald Klix
Auch in den Wintermonaten Januar und Februar gab es deutlich weniger Einbrüche (gestellte Szene) in Stormarn

Auch in den Wintermonaten Januar und Februar gab es deutlich weniger Einbrüche (gestellte Szene) in Stormarn

Foto: Silas Stein / dpa

Rückgang um 26 Prozent auf 315 Taten im ersten Halbjahr. Polizei setzt speziell ausgebildete Spurensicherer ein.

Ahrensburg.  Die Zahl der Einbrüche sinkt in Stormarn weiter stark. Von Januar bis Juni ist sie im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um 26 Prozent von 428 auf 315 Taten zurückgegangen. In einzelnen Monaten hat sich die Lage im Kreis zwischen Hamburg und Lübeck noch deutlicher entspannt, beispielsweise im Januar (von 133 auf 90), Februar (100 auf 63) und Juni (48 auf 25).

Landesweit registrierte die Polizei im ersten Halbjahr rund 2760 Einbrüche und Versuche, das sind knapp 900 weniger als vor einem Jahr. Damit ist der niedrigste Stand seit fünf Jahren erreicht. Sogar in den Wintermonaten Januar und Februar, in denen es üblicherweise spürbare Anstiege gibt, waren die Zahlen rückläufig.

„Das zeigt uns, dass unsere Maßnahmen greifen, besonders dort, wo ein großer Anteil der Taten durch überregional tätige, professionell agierende Gruppierungen verursacht worden ist“, sagt Kriminaldirektor Rainer Bretsch vom Landeskriminalamt in Kiel, das die aktuellen Lagedaten jetzt veröffentlicht hat.

Rund um Hamburg sind weiter Tätergruppen unterwegs

Besonders stark sind die Zahlen in den Polizeidirektionen Bad Segeberg und Ratzeburg (ist für die Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg zuständig) gesunken. Dort zeigten zusätzlich zur verstärkten Spurensicherung auch sogenannte Anhalte- und Sichtkontrollen Wirkung. „Wir haben aber nach wie vor Tätergruppen, die bestimmte Bereiche wie den Hamburger Rand oder die Nähe zu Autobahnen bevorzugen“, sagt Kriminaldirektor Bretsch.

Laut Kriminalstatistik ist die Zahl der Einbruchsdelikte in Stormarn bereits im gesamten Vorjahr um fast 40 Prozent auf 778 Fälle zurückgegangen. Im Jahr 2015 hatte sie mit 1281 einen Höchststand erreicht. Zuvor wurden 873 und 1018 Taten jährlich registriert.

Das Zuhause sollte nie unbewohnt aussehen

Zum Landeskonzept gehört auch eine priorisierte kriminaltechnische Untersuchung von Einbrüchen. Außerdem sind jetzt 28 speziell ausgebildete Spurensicherungskräfte im Einsatz, die die Polizisten am Tatort unterstützen.

Damit sich der positive Trend in der Sommerferienzeit nicht wieder umkehrt, rät die Polizei allen Haus- und Wohnungseigentümern, ihr Zuhause niemals unbewohnt aussehen zu lassen. Auch sollten weder Abwesenheitshinweise auf dem Anrufbeantworter hinterlassen noch Urlaubsfotos oder -videos offen in sozialen Medien gepostet werden. Nachbarn sollten gebeten werden, das Haus im Auge zu behalten, den Briefkasten zu leeren, Rollläden zu bewegen und zu wechselnden Zeiten Licht einzuschalten.

Weitere Infos zum Einbruchschutz:
www.polizei.schleswig-holstein.de

( kx )

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