Stormarn
Grosshansdorf

Trickbetrüger geben sich als Pfleger aus

Polizei und Sicherheitsberater (v.l): Tino Sdunek, Katrin Oldenburg, Hans-Ulrich Raab, Gerd-Joachim Kube, Ulrich Langenberg und Gerd Dietel

Polizei und Sicherheitsberater (v.l): Tino Sdunek, Katrin Oldenburg, Hans-Ulrich Raab, Gerd-Joachim Kube, Ulrich Langenberg und Gerd Dietel

Foto: Dorothea Benedikt / HA

Polizei informiert ehrenamtliche Sicherheitsberater für Senioren über die aktuellen Maschen von Betrügern.

Grosshansdorf.  Was ist die neueste Masche von Trickbetrügern und wie können sich die Menschen davor schützen? Es sind insbesondere diese zwei Fragen, die die Präventionsbeamten der Polizei mit den Sicherheitsberater für Senioren (SfS) bei ihren Jahrestreffen besprechen. So wie jetzt in Großhansdorf. Dort tauschten sich die Polizisten Tino Sdunek und Gerd Dietel mit den fünf für Stormarn und Herzogtum Lauenburg zuständigen Sicherheitsberatern aus, die es seit 2013 gibt.

Aktuelles Thema waren Trickbetrüger, die sich als Pflegepersonal ausgeben. Wie berichtet, haben sich zwei Betrügerinnen vor wenigen Wochen in einer Anlage für Betreutes Wohnen in Trittau als neues Pflegepersonal ausgegeben. Eine der Frauen kümmerte sich um eine 86-Jährige, während ihre Komplizin die Wohnung durchsuchte. Ähnliche Fälle gab es auch in Ahrensburg und Großhansdorf. Laut Dietel ist dies eine neue Masche der Trickbetrüger, vor der Senioren gewarnt werden müssen.

Sicherheitsberater sind ehrenamtlich tätig

Diesen Job übernehmen unter anderem die ehrenamtlichen Sicherheitsberater, die zum Beispiel in Volkshochschulen, Seniorenzentren oder Heimen Vorträge halten oder auf Messen die Polizei vertreten – wie zuletzt bei der Seniorenmesse in Reinbek.

Das Grundwissen für ihr ehrenamtliches Engagement bekommen die Berater während einer zweitägigen Ausbildung an der Landespolizeischule in Eutin. Neben Trickdiebstählen werden sie auch zu Themen wie Einbruchsschutz, Verkehr oder Gewalt in der Pflege geschult. Nach dem Kursus werden sie mit aktuellen Informationsmaterial von den Präventionsbeamten versorgt.

Umgekehrt liefern die Sicherheitsberater quasi Tätigkeitsberichte an die Polizei. Bei den jährlichen Treffen geht es deswegen auch darum, Erfahrungen darüber auszutauschen, welche Themen Senioren am Herzen liegen und wie sie auf die Warnungen reagieren.