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Der Orient-Express hält am Freitag in Trittau

Trio Macchiato mit dem Stück Orient Express Tour in der Trittauer Wassermühle

Trio Macchiato mit dem Stück Orient Express Tour in der Trittauer Wassermühle

Foto: HA

Das Trio Macchiato gastiert an diesem Freitag mit seiner Show in der Trittauer Wassermühle. Noch gibt es Karten

Trittau.  Sie haben Lust auf eine Zeitreise? Wollten vielleicht immer schon einmal mit dem berühmten Orient-Express mitfahren? Dann steigen Sie am Freitag, 28. April, in den Luxuszug in Trittau ein. Hier macht das Hamburger Trio Macchiato einen Zwischenstopp mit ihrem Bühnenprogramm „Orient-Express“. Die drei Musiker kombinieren bekannte Geschichten des Zuges mit verschiedenen Liedern aus den Musikrichtungen Swing, Tango, Schlager, Chanson, Klassik, Jazz und Folklore.

Ursprünglich war der Orient-Express ein nur aus Schlaf- und Speisewagen zusammengesetzter Luxuszug der Compagnie Internationale des Wagons-Lits (CIWL). Seine erste 67,5- stündige Fahrt von Paris nach Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, startete er am 5. Juni 1883. Seitdem hat sich der Orient-Express einen großen Namen gemacht, denn zahlreiche Unfälle, Überfälle und Drogendelikte sind in die Geschichte des Zuges eingegangen. So wurde er zum Beispiel im Jahr 1929 für fünf Tage eingeschneit, 1931 von ungarischen Terroristen angegriffen und 1950 von rumänischen Agenten überfallen. Nicht zuletzt machte auch der Kriminalroman „Mord im Orient-Express“ von der britischen Schriftstellerin Agatha Christie den Personenzug berühmt.

Einige dieser spektakulären Zug-geschichten greifen Jana Mishenina, Jakob Neubauer und Henry Altmann in ihrer Show „Orient-Express“ auf. So fahren die Zuschauer gemeinsam mit ihnen mit Tangomusik durch Frankreich, überqueren mit Alphorn und einer waghalsigen Version des italienischen Klassikers „Due soldi“ die Alpen, durchstreifen mit Roma, Juden und Thrakern den Balkan, bevor schließlich mit dem alten Schlager „Istanbul“ und der „Roten von Stambul“ die Endstation Konstantinopel erreicht wird.

Die Musiker nutzen auch außergewöhnliche Utensilien

Die Hamburger Musiker nutzen während der Darbietung nicht nur klassische Instrumente wie Gitarre, Akkordeon und Bass, sondern auch ungewöhnliche Utensilien. So zum Beispiel quietschende Babyschuhe. Alle drei Schauspieler und Musiker haben an einer Musikhochschule studiert. Jana Mishenina in ihrer Geburtsstadt Moskau sowie in Amsterdam, Jakob Neubauer in St. Petersburg und Henry Altmann in Hamburg und New York.

Im Orient-Express treffen sie alle aufeinander: die in Moskau geborene Tatarin, der Allgäuer und Nachfahre französischer Zigeuner sowie der im nördlichsten Zipfel des europäischen Russlands aufgewachsene Aussiedler. Das Programm „Orient-Express“ ist die zweite Show des Trios und wird seit fünf Jahren in ganz Deutschland aufgeführt. Aussiedler Jakob Neubauer sagte zum Abendblatt: „Uns hat am alten Orient-Express gefallen, dass an diesem Ort verschiedene Kulturen zusammengeführt wurden.“ Besonders in der heutigen Zeit sei es doch wichtig zu veranschaulichen, dass verschiedene Kulturen zusammenleben können. Das Trio selbst sei auch multikulturell.

Momentan arbeitet Macchiato an einem neuen Bühnenprogramm. Es dreht sich um ihre Wahlheimat Hamburg, in der Musik soll laut Neubauer ein maritimer Flair herüberschwappen. „Wir wollen Musik aus verschiedensten Häfen der Welt in einer Show zusammenführen“, so Neubauer. Auch hier spiele der Aspekt der verschiedenen Kulturen eine große Rolle.

Nach Macchiato ist der Comedian Don Clarke mit seinem Programm „Sex­undsechzig“ in der Trittauer Wassermühle zu sehen. Am 19. Mai (20 Uhr) will er sein Publikum zum Lachen bringen, indem er Lebenstipps aus verschiedenen Lebensbereichen gibt.

Orient-Express-Tour mit dem Trio Macchiato Fr 28.4., 20.00, Trittauer Wassermühle, Am Mühlenteich 3, Karten für 15,- an der Abendkasse oder „Der Buchladen“, Poststraße 31