Umweltschutz

Bad Oldesloe startet Projekt Pfandringe an Abfalleimern

Roland Wenzel und Siegfried Schimrosczik, Mitarbeiter des Baubetriebshofes, beim Anbringen eines Pfandringes

Roland Wenzel und Siegfried Schimrosczik, Mitarbeiter des Baubetriebshofes, beim Anbringen eines Pfandringes

Foto: HA

Die Neuerung soll verhindern, dass wiederverwertbare Flaschen im Müll landen. Die Idee dazu hatten Schüler des Beruflichen Gymnasiums.

Bad Oldesloe.  Sie sollen die Stadt sauberer und sicherer machen: Pfandringe, die außen an Müllereimern angebracht werden. Bad Oldesloe bekommt jetzt 20 dieser Gestelle, unter anderem entlang der Fußgängerzone. Dahinter stecken zwei Ideen: Zum einen landen wiederverwertbare Flaschen aus Plastik oder Glas dann gezielt in den Ringen, anstatt falsch entsorgt oder zerstört zu werden. So soll beispielsweise das Verletzungsrisiko durch zersplitterte Glasflaschen verringert werden. Zum anderen gelangen Pfandsammler einfacher - und vor allem ohne im Müll wühlen zu müssen - an das Leergut. Mehrere Städte haben die Erfindung des Kölner Designers Paul Ketz bereits getestet.

Das Projekt in Bad Oldesloe haben Schüler des Beruflichen Gymnasiums ins Rollen gebracht. Bereits im Frühjahr 2015 stellten sie die Idee im Bau- und Planungsausschuss vor. „Wir haben einen großen Nutzen für unsere Stadt gesehen und es uns zur Aufgabe gemacht, das Projekt hier zu realisieren“, erklärt die ehemalige Schülerin Dana Gersonde. Bei der Umsetzung mussten die Befürworter jedoch Durchhaltevermögen beweisen. Der Grund: Die Mülleimer an den ausgewählten Standorten gehören meist nicht der Stadt. Deshalb galt es zunächst, die Eigentümer ausfindig zu machen und deren Erlaubnis einzuholen.

Inzwischen montierten Mitarbeiter des Baubetriebshofes die ersten Pfandringe. Das Berufliche Gymnasium hofft nun auf eine positive Resonanz. Studiendirektor Tilman Sander ist zuversichtlich - trotz gemischter Erfahrungen in anderen Städten. Teilweise waren die Pfandringe kaum genutzt oder als Müllablage missbraucht worden.

( hpfd )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Stormarn