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Rennrutschen im Freizeitbad: In Reinbek geht’s abwärts

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Pelle Kohrs
Ein junges Mädchen stürzt sich in die Wasserrutsche des Freizeitbades in Reinbek

Ein junges Mädchen stürzt sich in die Wasserrutsche des Freizeitbades in Reinbek

Foto: Stella Bandemer / HA

Sonnabend startet die neunte Stadtmeisterschaft. Teilnehmer reisen sogar aus Hessen an. Tipps gibt’s vom Bürgermeister.

Reinbek.  Sie ist acht Meter hoch, knapp 70 Meter lang und anhand ihrer strahlend blauen Farbe schon von weither zu erkennen – die Rutsche im Freizeitbad Reinbek. Einmal im Jahr dient sie nicht nur als Vergnügungsattraktion, sondern auch als Austragungsort eines ganz besonderen Wettbewerbs: der Reinbeker Stadtmeisterschaft im Rennrutschen. An diesem Sonnabend, 25. Februar, ist es wieder soweit.

„Unsere Rutsche gibt es seit mittlerweile zehn Jahren“, sagt Holger Kehl, der Geschäftsführer der Freizeitbad Reinbek Betriebsgesellschaft. Fast genau so lange wird die Stadtmeisterschaft ausgetragen. „Die Veranstaltung bietet immer eine tolle Atmosphäre für Teilnehmer und Zuschauer“, sagt Kehl.

Jeder der Teilnehmer darf dreimal rutschen

Bei den Regeln des Rutschwettbewerbs orientieren sich die Organisatoren an denen des Deutschen Rennrutsch-Verbandes. „Gerutscht wird in vier Altersklassen“, sagt Holger Kehl. In Klasse Eins treten Männer ab 16 Jahren, in Klasse Zwei Frauen ab 16 Jahren an. Mädchen und Jungen, die 15 Jahre alt oder jünger sind, messen sich in den Klassen Drei und Vier.

„Jeder Teilnehmer darf insgesamt dreimal rutschen“, erklärt Kehl. „Die beste Zeit wird gewertet.“ Kontaktsensoren am Start und im Ziel ermöglichen eine genaue Zeitbestimmung. Die Verwendung von Hilfsmitteln, wie etwa Zusatzgewichten, ist verboten. Auch reibungsmildernde Substanzen seien nicht erlaubt. „Sich vorher einzufetten ist also nicht regelkonform“, sagt Kehl und lacht dabei. Die Rutschhaltung ist ebenfalls vorgeschrieben. Holger Kehl: „Ob im Sitzen oder Liegen ist egal, aber auf jeden Fall mit den Füßen voraus.“

Auch der Bürgermeister ist ein echter Rutschfan

Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernimmt Björn Warmer, Reinbeks Bürgermeister. Der Verwaltungschef ist ein echter Rutschfan. Einmal im Jahr reist er mit seinen besten Freunden durch Deutschland, um spektakuläre Wasserrutschen auszuprobieren. „München ist das Rutschparadies“, sagt Warmer, der seine Stiefsöhne ebenfalls für seine Leidenschaft begeistern könne. „Bei meiner Frau sieht das hingegen anders aus“, sagt der Bürgermeister und lacht. Die Rutsche in Reinbek ist laut Warmer vor allem wegen ihrer Länge für Wettbewerbe interessant. Sogar so interessant, dass Rennrutscher von weit her kommen, um an der Stadtmeisterschaft in Reinbek teilzunehmen. „Wir hatten in den vergangenen Jahren Mitglieder des Deutschen Rennrutsch-Verbandes dabei, die extra aus Hessen angereist kamen “, berichtet Kehl.

Die Reinbeker Rekordzeit liegt bei 8.98 Sekunden

Für alle Nicht-Profis hat der Bürgermeister einen Tipp: „Ich kann die Drei-Punkte-Technik empfehlen“, sagt er. Bei dieser ruhe der ganze Körper nur auf einer Ferse und den beiden Schulterblättern. Holger Kehl sagt: „Außerdem hat es sich bewährt, beim Start mit viel Schwung in die Rutsche reinzuspringen.“ Übrigens: Um ganz vorn dabei zu sein, müssen Teilnehmer wohl mindestens in weniger als zehn Sekunden unten sein. „Der Rekord liegt bei 8,98 Sekunden“, sagt Kehl. „Das ist wirklich sehr schnell.“

Stadtmeisterschaft im Rennrutschen Sa 25.2., Anmeldung ab 13.00, Beginn: 14.00, Freizeitbad Reinbek, Hermann-Körner-Straße 47, Teilnahme kostet 1,- plus Eintrittspreis

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