Stormarn
Förderprojekt

Lütjensee kann Spielplatz „Bei den drei Eichen“ sanieren

Die Gemeindevertreter Patrick Marsian (r.) und Jörn Wagner begleiten das Spielplatz-Projekt

Die Gemeindevertreter Patrick Marsian (r.) und Jörn Wagner begleiten das Spielplatz-Projekt

Foto: Isabella Sauer / HA

Gemeinde und Naturschutzbehörde haben Lösung zum Schutz von Drei Eichen gefunden. Aktivregion Holsteins Herz fördert Projekt.

Lütjensee.  Der Spielplatz „Bei den drei Eichen“ in Lütjensee kann nun nun doch saniert und attraktiver gestaltet werden. Die Gemeinde und die Untere Naturschutzbehörde des Kreises haben eine Lösung gefunden, bei der die Vitalität der drei Eichen, die auf dem Grundstück stehen, weiterhin gewährleistet sein soll.

Zur Erinnerung: An dem Spielplatz-Projekt wird schon seit eineinhalb Jahren gearbeitet. In Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring Stormarn hatte es im Juli 2015 eine sogenannte Planungswerkstatt gegeben, bei der Lütjenseer Kinder ihren Traumspielplatz basteln konnten. Ein Jahr später gab es dann eine große Spielplatzparty , zu der 150 Kinder geladen wurden. Die Ergebnisse der Planungswerkstatt samt erstem Planungsentwurf wurden vorgestellt. Der Grund für den Aufwand: Die Gemeinde Lütjensee hat sich mit der Idee, einen generationsübergreifenden Treffpunkt zu schaffen, bei der Aktivregion Holsteins Herz beworben, um Fördermittel zu bekommen. Bürgermeisterin Ulrike Stentzler (CDU) sagt: „In Schleswig-Holstein gibt es 22 Aktivregionen, das Ziel dieser lokalen Aktivgruppen ist es, die ländlichen Regionen attraktiv und zukunftsfähig zu machen.“

42.000 Euro kostet die Spielplatz-Sanierung

Fristgerecht wurde der Förderantrag im September 2016 bei der zuständigen Aktivregion Holsteins Herz eingereicht. Erfolgreich, denn das Fördergeld wurde bewilligt. Das heißt, 70 Prozent der Kosten für den rund 42.000 Euro teuren Spielplatzes übernimmt Holsteins Herz. Voraussetzung: Die Naturschutzbehörde des Kreises muss den Plänen zustimmen. Den Restbetrag von rund 15.000 Euro bezahlt die Gemeinde.

Doch die Untere Naturschutzbehörde, die ebenfalls einen Planungsentwurf erhalten hatte, schickte einen Ablehnungsbescheid. Die Begründung: Die Vitalität der drei Eichen verschlechtere sich durch die Sanierung. Deswegen sollte ein neues Baumgutachten erstellt sowie Änderungen in der Planung vorgenommen werden. Nachdem das Abendblatt Anfang dieses Jahres über die Spielplatz-Sanierung und das Problem mit der Unteren Naturschutzbehörde berichtet hatte, folgte schnell ein erneutes Treffen beider Parteien. Joachim Schulz, Fachdienstleiter Naturschutz, sagt auf Anfrage: „Das Projekt ist hervorragend, trotzdem mussten wir sichergehen, dass der Schutz der Bäume nicht gefährdet wird.“

Gemeinde wartet auf Freigabe der Mittel

Die Lösung des Problems liege nun darin, dass die Gemeinde bei der Umsetzung der Idee mit einem vom Kreis ausgewählten Baumgutachter zusammenarbeitet. Zudem gebe es geringfügige Änderungen in der Planung, so wie beispielsweise die Versetzung der Pforte an eine andere Stelle. Die Gemeinde Lütjensee hat die Aktivregion Holsteins Herz über den neuen Sachstand informiert und wartet nun auf die Freigabe der Mittel. „Dann kann es endlich mit der Sanierung des Spielplatzes losgehen“, sagt der Vorsitzende des Sozial- und Kulturausschusses, Patrick Marisan. Schließlich warteten die Kinder aus dem Quartier schon sehnsüchtig auf ihren Traumspielplatz samt Schachfeld, Trampolin, Rücken-Massage-Gerät und vielem mehr.