Stormarn
Niederdeutsche Bühne

Fröstück bi Kellermanns feiert Premiere in Ahrensburg

Zoff um die Zigarette am Frühstückstisch: Rudi (Werner Otto) ist genervt von der schlechten Angewohnheit seiner Frau Lotte (Christine Henze)

Zoff um die Zigarette am Frühstückstisch: Rudi (Werner Otto) ist genervt von der schlechten Angewohnheit seiner Frau Lotte (Christine Henze)

Foto: Finn Fischer / HA

Im Zwei-Personen-Theaterstück geht es um schlechte Gewohnheiten wie die Zigarette zum Frühstück und um das Thema Erziehung.

Ahrensburg.  Wenn die Kinder aus dem Haus sind, stellt sich für viele Paare die Frage: Was jetzt? So ist es auch bei den Kellermanns. Lotte (Christine Henze) und Rudi (Werner Otto) zanken sich schon am Frühstückstisch über Erziehung, nervige Gewohnheiten und den Alltag.

„Fröstück bi Kellermanns“ ist das neue Zwei-Personen-Theaterstück der Niederdeutschen Bühne Ahrensburg. Und wie in einer Ehe haben die beiden Darsteller auch hier keine Zeit für Pausen. Mehr als zwei Stunden lang stehen Christine Henze und Werner Otto im Dialog. „Das ist schon eine Konzentrationsfrage“, sagt Otto. Allenfalls gäbe es zwischen den Szenen ein paar Sekunden Pause, mehr jedoch nicht. „Das ist schon ein großer Unterschied zu herkömmlichen Stücken mit mehreren Darstellern“, so Otto weiter. Die Inszenierung „Fröhstück bi Kellermanns“ aus der Feder von Ursula Hauke ist schon seit längerem ein Traum des Laien-Schauspielers.

Das Stück bedient Rollenklischees, sagt ein Darsteller

Schon vor Jahren hatte er den Wunsch, das Stück in Ahrensburg auf der Bühne des Alfred-Rust-Saals zu spielen. „Damals fand sich aber keine Partnerin“, sagt Werner Otto zum Abendblatt. Mit Christine Henze hat er die jetzt gefunden. Er sagt: „Das Stück bedient ein bisschen die Rollenklischees, aber in dessen Verlauf emanzipiert sich die Frau immer mehr.“

Seit Oktober proben Henze und Otto die Dialoge. Unter der Regie von Michbert Scheben, nach einem Ausfall aus gesundheitlichen Gründen zeitweise unterstützt von Erkki Hopf, entspinnen sich auf der Bühne witzige, ironische, bissige, aber auch überraschend romantische Szenen einer Ehe, wenn Rudi seiner Frau ihre Versäumnisse in der Erziehung vorhalten will oder sich über die Zigarette am Frühstückstisch beschwert.

Regisseur Scheben hat schon mit vielen Profis gearbeitet

„Mit den Beiden zu proben, macht unheimlich viel Spaß“, sagt Regisseur Michbert Scheben. Bei Zwei-Personen-Stücken ließen sich die Details des Stückes viel besser ausarbeiten. Mehr als 40 Jahre lang sammelte Scheben Erfahrungen als Regisseur, arbeitete auch schon mit vielen Profis zusammen. Der Regisseur sagt: „Aber mit Amateuren macht das am meisten Freude, die sind nicht so anstrengend und wollen nicht unbedingt alle berühmt werden.“ Hinter der Bühne sorgt die Inspizientin Karin Blacnk für einen reibungslosen Ablauf. Während Heinz Kohl erstmals als Soufleur auftritt, nimmt Heinz Döhr mit seinem letzten Bühnenbild Abschied von der Plattdeutschen Bühne. Matthias Horsch sorgt für die Beleuchtung, Anke von Hein hat die Garderobe zusammengestellt.

Das Zwei-Personen-Stück „Frühstöck bi Kellermanns“ feiert am Donnerstag, 23. Februar, Premiere im Alfred-Rust-Saal, Wulfsdorfer Weg 71, in Ahrensburg. Weitere Aufführungen folgen am 24. Februar und 3. März (jeweils um 20 Uhr).

Frühstöck bi Kellermanns: Karten sind zu Preisen zwischen sieben und zwölf Euro an den Theaterkassen in Ahrensburg (Große Straße 15 a) und in Bargteheide (Rathausstraße 25) sowie an der Abendkasse erhältlich.