MusicStorm – das Coaching

Diese Band ist eine echte Lärmbelästigung!

| Lesedauer: 5 Minuten
Isabella Sauer
Die Bandmitglieder von Lärmbelästigung: Dodo Kurschat (v.l.,20), Niklas Jürs (20) und Finn Isengardt (21) Es fehlt Schlagzeuger Jan Wehner.

Die Bandmitglieder von Lärmbelästigung: Dodo Kurschat (v.l.,20), Niklas Jürs (20) und Finn Isengardt (21) Es fehlt Schlagzeuger Jan Wehner.

Foto: Isabella Sauer / HA

Die Großhansdorfer Band mit dem provokanten Namen ist beim MusicStorm-Coaching dabei. Die vier Jungs planen schon eine Überraschung.

Ahrensburg.  Die Freude ist riesig, als Finn Isengardt (21), Niklas Jürs (20) und Dodo Kurschat (20) auf dem Ahrensburger Rondeel aufeinander treffen. Fünf Monate war Kurschat in England und hat dort als Au-Pair gearbeitet. Fünf Monate musste die Großhansdorfer Band Lärmbelästigung also auf ihren Entertainer und Gitarristen verzichten. Heute sehen sie sich das erste Mal wieder – bis auf Bandmitglied Jan Wehner (21), der eine Klausur an seiner Universität in Lübeck schreiben muss.

Der Grund für das heutige Treffen ist aber nicht nur das große Wiedersehen, sondern vielmehr eine ausgedehnte Bandprobe. Die Jungs sind am morgigen Sonnabend, 11. Februar, beim großen Coaching-Tag des Musikwettbewerbs MusicStorm dabei.

Schon 2014 waren sie bei MusicStorm erfolgreich

Die Band Lärmbelästigung dürfte dem einen oder anderen Stormarner bereits bekannt sein. Bereits 2014 hatten die damaligen Schüler des Emil-von-Behring-Gymnasiums bei MusicStorm mitgemacht. Sänger Jürs erinnert sich zurück und sagt: „Das war ein tolles Erlebnis, als wir auf einer großen Bühne vor dem Ahrensburger Schloss gespielt haben.“ An diesem Konzertabend räumte die Band den Zuschauer- und den Nachwuchspreis ab. Zur Belohnung durften sie 500 Euro in einem Hamburger Musikgeschäft ausgeben. „Da habe ich diese wunderschöne Nasenflöte gekauft“, sagt Kurschat und gibt ein Ständchen zum Besten.

Seit MusicStorm hat sich bei den Jungs so einiges getan. Es folgten viele Auftritte, ihr größter bisher bei der Kieler Woche. „Da haben wir neben Stars wie der Hamburger Band Die Sterne, Klaus Lage & Band und dem Sänger Tim Fischer auf der Bühne gestanden“, sagt Sänger Jürs. Vergangenes Jahr pausierten die Musiker dann allerdings für sechs Monate. Es musste Ersatz für Gitarrist Tobi Berger her, da er bedingt durch sein Studium keine Zeit mehr hatte. Der 21 Jahre alte Finn Isengardt, der gebürtig aus Timmerhorn stammt, kam hinzu. „Wir mussten Finn erst einmal unsere ganzen Lieder beibringen“, sagt Jürs weiter. Mitte des Jahres hätten sie dann endlich wieder für Lärmbelästigung gesorgt und auf der Reeperbahn in Hamburg gespielt.

Mittlerweile wohnen alle Babdmitglieder an unterschiedlichen Orten

Regelmäßig proben können die Stormarner mittlerweile nicht mehr. „Dafür wohnen wir alle zu weit auseinander“, sagt Isengardt, der heute extra aus Leipzig angereist ist. Der 21-Jährige studiert dort 3D-Design. Sänger Jürs ist auch nur noch einmal im Monat in seiner Heimat, denn er hat im Oktober angefangen, in Bremen Politikwissenschaft zu studieren. „So geht jeder seinen eigenen Weg, doch vor Auftritten gibt es Intensivproben“, sagt Kurschat, der auf einem Stuhl hin und her zappelt und sich selbst mehr als Entertainer statt als Musiker sieht. „Ich kann nicht mal wirklich Noten lesen, trotzdem klappt das mit dem Gitarrespielen ganz gut.“

Ihre Musik benennen die Hobbymusiker als „Ro-Po-Punk“. Eine Mischung aus Rock-, Pop- und Punk-Musik. Die Songtexte sind in deutscher Sprache verfasst. „Mal singen wir über ernstere und politische Themen, mal aber auch über ziemlich lustige Dinge“, sagt Jürs, der mindestens genauso viel lacht wie Bandmitglied Kurschat. Der schneidet gerade schon wieder Grimassen und spielt Nasenflöte.

Großes Clubkonzert am 18. März

Das nächste Mal stehen Lärmbelästigung am Sonnabend, 18. März, im Ahrensburger Marstall auf der Bühne. An diesem Abend ist das MusicStorm-Clubkonzert, bei dem alle fünf Finalisten des Musikwettbewerbs auftreten und um den sogenannten Zuschauerpreis kämpfen werden. Dodo Kurschat verrät schon jetzt, dass er sich bereits Gedanken um das Clubkonzert gemacht hat. Der 20-Jährige, der in diesem Jahr ein Lehramtsstudium beginnen möchte, sagt: „Ich bin gerade dabei, eine Überraschung für diesen Konzertabend zu organisieren, mehr verrate ich nicht.“ Alle dürfen also gespannt sein, was sich die Hobbymusiker ausgedacht haben. Doch bis dahin heißt es für sie: So oft es geht nach Stormarn fahren und fleißig proben.

Das ist MusicStorm

Der Musikwettbewerb MusicStorm bietet seit 2010 jungen Künstlern aus Stormarn die Möglichkeit, im Musikgeschäft Fuß zu fassen. Die Neuauflage heißt „MusicStorm – das Coaching“.
Das sind die Initiatoren: Der Kreisjugendring Stormarn, die Sparkasse Holstein, die Sparkassen-Stiftung Stormarn und die Abendblatt-Regionalausgabe Stormarn.
Das ist die Jury: Ole Specht von Tonbandgerät, Singer und Songwriter Leroy Jönsson, MusicStorm-Gewinner Andre Weiskeller, Till Krohn, Tom Rieken und Niclas Jawinsky von der Oldesloer Band Jeden Tag Silvester und der Leiter der Ahrensburger Musicalschule Hauke Wendt.
Großer Coaching-Tag für die fünf von der Jury ausgewählten Teilnehmer ist am Sonnabend, 11. Februar.

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