Trittau

Peer to Peer: In Trittau bleiben die jungen Experten unter sich

Sebastian Knorr

Trittau. „Peer-to-Peer“ heißt das medienpädagogische Zauberwort am Trittauer Gymnasium. Gemeint sind damit Jugendliche, die Gleichaltrigen oder geringfügig jüngeren Mitschülern etwas über Medien beibringen – auf Augenhöhe. Wird so der Bock zum Gärtner gemacht? Ganz im Gegenteil, sagen Experten, hier seien die „Digital Natives“ unter sich – die Generation also, die mit Computer, Smartphone und Co. aufgewachsen ist. Sie haben zwar nicht die theoretische Expertise wie Medienexperten, kennen dafür aber praktische jugend- und medienspezifische Umgangsformen.

Medienscouts wie in Trittau gibt es auch am Eckhorst Gymnasium in Bargteheide und am Bargteheider Kopernikus Gymnasium. Die Experten kommen überwiegend aus den neunten Klassen der Gymnasien. Im Herbst 2016 wurden sie in einem Seminar von Bildungsreferent Ansgar Büter-Menke ausgebildet, seither geht es in die sechsten Klassen – zum Unterricht auf Augenhöhe, zwei Stunden lang. So wie jetzt am „Safer Internet Day“.

Die Jugendlichen treffen sich regelmäßig, arbeiten an ihrem Unterrichtskonzept. Was sie den Sechstklässlern vermitteln? Banale Dinge ebenso wie praktische Tipps. „Jede Aktion hat eine Konsequenz“, sagt Leonie, „auch im Internet.“ Nach diesem Motto klären die Scouts über Bildrechte und soziale Netzwerke auf. Auch über den Umfang der Mediennutzung wird gesprochen – Thema Abschalten.

( kno )

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