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Ahrensburg

Einbruch bei Ahrensburgs CDU-Fraktionschef Tobias Koch

Tobias Koch steht vor der zerstörten Terrassentür

Tobias Koch steht vor der zerstörten Terrassentür

Foto: Marc R. Hofmann / HA

Als der Politiker bei Sitzungen in Kiel ist, schlagen die Täter die Terrassentür ein. Sie stehlen Uhren und Schmuck.

Ahrensburg.  Scherben liegen auf dem Boden, die Glasscheibe der Terrassentür weist ein großes Loch auf – so groß, dass ein Einbrecher mühelos hindurchsteigen kann. Ein Bild, das der Ahrensburger CDU-Politiker Tobias Koch so schnell nicht vergessen wird. Unbekannte sind in das Einfamilienhaus des Landtagsabgeordneten im Westen Ahrensburgs eingedrungen.

„Ich war in Kiel, weil ich dort Sitzungen hatte“, sagt Koch, der den Einbruch am Freitagabend bemerkte. Die Täter hatten Schlaf- und Kinderzimmer durchwühlt, Uhren, Ringe und Anhänger mitgenommen. Ein Teil davon sind Erbstücke von Kochs Vater, die für den Ahrensburger CDU-Fraktionschef einen hohen ideellen Wert haben. „Alles andere lässt sich ersetzen oder reparieren“, sagt Koch, den dieser Gedanke traurig macht. Bislang hatte sich Koch sicher gefühlt. Dachte, er habe sein Haus gut gegen Einbrecher gesichert. Koch: „In den vergangenen zehn Jahren haben Einbrecher zweimal versucht, in mein Haus einzudringen.“ Doch sie scheiterten immer an den gut gesicherten Fenstern und Türen. Auch jetzt bei der Tat hatten sie zunächst versucht, die Terrassentür aufzuhebeln. „Sie hatten mehrfach angesetzt. Es sind Hebelspuren erkennbar“, berichtet Koch. Als die Einbrecher merkten, dass sie so nicht ins Haus gelangen konnten, schlugen sie die Scheibe der Terrassentür ein.

Polizei fand bisher keine eindeutigen Hinweise

Noch am Freitag nahmen Streifenbeamte der Ahrensburger Polizei den Einbruch auf. „Das war sehr professionell“, sagt Tobias Koch, der die Beamten vor allem dafür lobt, dass ihm erklärt wurde, wie die weitere Vorgehensweise ist. So kamen am Sonnabend Beamte der Tatortgruppe zu Koch, um mögliche Spuren zu sichern. Doch Hinweise, die einen Täter hätten eindeutig identifizieren können, haben die Beamten seinen Angaben zufolge nicht gefunden.

Und es war laut Koch auch nicht der einziger Tatort an diesem Sonnabend, den die Tatortgruppe untersucht hatte. In der Wohngegend werde oft eingebrochen. Koch sagt: „Einige sollen schon fünfmal Opfer von Einbrechern geworden sein.“