Stormarn
IKK-Studie

Stormarner Väter gehen am häufigsten in Elternzeit

Der Anteil der Väter, die in Elternzeit gehen, steigt in Stormarn weiter an

Der Anteil der Väter, die in Elternzeit gehen, steigt in Stormarn weiter an

Foto: A3796 Uwe Anspach / dpa

Die Quote liegt bei 37,6 Prozent und ist damit landesweit die höchste. Auch im Bundesvergleich schneiden die Stormarner gut ab.

Bad Oldesloe.  Stormarns Väter liegen an der Spitze: 729 Männer, deren Kinder im Jahr 2014 geboren wurden, haben Elterngeld bezogen. Gemessen an der Gesamtzahl der im Kreis geborenen 1938 Kinder lag der Anteil bei 37,6 Prozent. Damit wurde die Quote im Vergleich zum Vorjahr (35,7 Prozent) nochmals gesteigert. Seinerzeit nahmen bei 1897 Geburten 677 Väter Elternzeit. Das berichtet die Krankenkasse IKK Classic unter Berufung auf aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

„Die Quote in Stormarn lag deutlich über dem landesweiten Schnitt von 29,4 Prozent und ist die höchste in Schleswig-Holstein“, sagt Peter Rupprecht von der IKK Classic. „Auch die Höhe des Elterngeldes war überdurchschnittlich.“ Die Bezugsdauer lag bei Stormarner Vätern im Schnitt bei 2,9 Monaten, ihr durchschnittliches Elterngeld betrug monatlich 1292 Euro. In Schleswig-Holstein lag der Durchschnitt bei der Bezugsdauer bei 3,3 Monaten, bei der Höhe des Elterngeldes bei 1186 Euro. Die niedrigste Quote von Vätern in Schleswig-Holstein, die 2014 Elternzeit nahmen, hat mit 17,3 Prozent Neumünster.

Stormarner Väter nehmen auch häufiger Elternzeit als der Bundesdurchschnitt. Die Quote der männlichen Elterngeldbezieher liegt deutschlandweit im Schnitt bei 34,2 Prozent.

„Das Elterngeld muss schriftlich bei der zuständigen Stelle beantragt werden“, sagt Peter Rupprecht. Für Stormarn ist das die Außenstelle Lübeck des Landesbüros im Landesamt für soziale Dienste. Das Formular ist auch online im Landesportal unter www.schleswig-holstein.de abrufbar.