Stormarn
Ahrensburg/Lübeck

Gefahr per E-Mail: Betriebe im Visier von Kriminellen

Ahrensburg/Lübeck. Kriminalität im Internet, die Unternehmen schadet – davor warnt nun auch die Handwerkskammer Lübeck Stormarner Betriebe und spricht von einer „neuen Spam-Welle“. Zahlreiche Firmen erhielten derzeit per E-Mail gefälschte Rechnungen. Die Absender benutzen als Firmenname im Briefkopf existierende Betriebe aus ganz Deutschland.

Auch die Kontaktdaten sind weitestgehend korrekt, die Inhalte der Rechnungen jedoch gefälscht. Die Täter wollen laut Landeskriminalamt, dass die Empfänger auf einen beigefügten Link klicken, der zu einem Download von Schadsoftware, sogenannte Trojaner, führt. Diese können das Know-how von Firmen abgreifen. Auch kann der Computer so ferngesteuert werden.

Bei der Handwerkskammer Lübeck, die für den Kreis Stormarn zuständig ist, haben sich Mitgliedsbetriebe gemeldet, die solche Rechnungen erhalten haben. Ulf Grünke, Leiter der Rechtsabteilung der Kammer, rät Unternehmen, jede E-Mail genau zu prüfen und nicht vorschnell Links oder Anhänge zu öffnen. Sei dies doch erfolgt, sollten Geschädigte auf jeden Fall eine Anzeige bei der Polizei erstatten. „Bedauerlicherweise ist diese sogenannte Ransomware Massenkriminalität geworden“, sagt Grünke. Zur Verhinderung entsprechender Angriffe sei es wichtig, sein System und die Programme aktuell zu halten, Updates einzuspielen und einen Virenscanner zu nutzen. Grünke: „Auch Mitarbeiter sollten geschult und für die Gefahren sensibilisiert werden.“