Stormarn
Bad Oldesloe

Das kommt im neuen Jahr auf Sie zu

In der Serie Stormarns Agenda 2017 stellen wir wichtige Projekte in den Städten und Gemeinden vor. Der Kreis feiert Jubiläum

Bad Oldesloe. Rund 240.000 Menschen leben in den sechs Städten Ahrensburg, Bad Oldesloe, Bargteheide, Glinde, Reinbek und Reinfeld sowie den 49 Gemeinden im Kreis Stormarn. Was im neuen Jahr bei ihnen vor der Haustür passiert, zeigt die Abendblatt-Regionalausgabe Stormarn. Am Dienstag nach Weihnachten starten wir zum sechsten Mal die siebenteilige Agenda-Serie zum Jahreswechsel. Wir fassen zusammen, welche konkreten Projekte für 2017 geplant sind.

Nachdem die Unterbringung von Tausenden neuen Flüchtlingen im zu Ende gehenden Jahr überall die größte Herausforderung war, hat sich die Situation inzwischen beruhigt. Die Kommunen investieren 2017 verstärkt in andere Bereiche. Etliche Orte bauen unter anderem ihre Kindergärten und Schulen sowie Feuerwehrhäuser weiter aus.

Zum Serienauftakt am Dienstag, 27. Dezember, stehen die Städte Bad Oldesloe und Reinfeld sowie die Orte in den Ämtern Bad Oldesloe-Land und Nordstormarn im Mittelpunkt. In jeder Folge kommen auch Bürger zu Wort. Und das Abendblatt hakt nach, was aus den vorgesehenen Projekten der Agenda 2016 geworden ist.

Doch nicht nur die Kommunen haben sich viel vorgenommen, sondern auch der Kreis Stormarn. Der darf sich selbst mit einem Jubiläum feiern: 1867 entstand die preußische Provinz Schleswig-Holstein mit den Landkreisen.

Mehr als 150 Veranstaltungen zum
150-jährigen Bestehen

Von Reinbek im Süden bis nach Reinfeld im Norden erinnert der Kreis Stormarn an seine Gründung vor 150 Jahren. „Wir lassen die Vergangenheit Revue passieren und blicken auch in die Zukunft“, sagt Landrat Henning Görtz über die mehr als 150 geplanten Veranstaltungen. Ein Höhepunkt ist der Erlebnistag der Kreisverwaltung in Bad Oldesloe am Sonnabend, 24. Juni. Von 11 bis 17 Uhr sind die Bürger zu einem Sommerfest mit Bühnenprogramm, Kindermeile und etlichen Vereinsständen eingeladen. Außerdem gibt es zahlreiche Ausstellungen und Vorträge. Im Herbst soll ein neuer Stormarn-Film Premiere haben.

Ausbau der Berufsschulen in
Ahrensburg und Bad Oldesloe

Vier Millionen Euro investiert der Kreis in die Vergrößerung der Berufsschule in Ahrensburg. Im Frühjahr beginnt der Bau neuer Klassen- und Funktionsräume. Für Bad Oldesloe soll die detaillierte Bauplanung abgeschlossen werden. „Beide Schulen entwickeln sich sowohl inhaltlich als auch von der Schülerzahl immer weiter“, sagt Landrat Görtz. Die gymnasialen Oberstufen sind ebenso gut besucht wie die DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache).

Katastrophenschutzzentrum am
Autobahnkreuz Hammoor

Das Team des Stormarner Katastrophenschutzes – rund 80 Mitglieder vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutschem Roten Kreuz (DRK), Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und Freiwilliger Feuerwehr – bekommt eine neue Unterkunft. Schätzungsweise sechs Millionen Euro will der Kreis für das zentral am Autobahnkreuz Hammoor gelegene Gebäude ausgeben. Zur Wahl stehen zwei Grundstücke auf beiden Seiten der A 1. Noch sind die freiwilligen Helfer auf Standorte von Ahrensburg über Bargteheide bis zur Feuerwehrzentrale in Nütschau bei Bad Oldesloe verteilt – teilweise ohne Heizung und Toiletten. Nächstes Jahr soll die Entscheidung fallen, damit 2018 und 2019 gebaut werden kann.

Mit eigener Gesellschaft
die Wohnungsnot bekämpfen

Bis 2030 müssen in Stormarn mindestens 15.000 neue Wohnungen gebaut werden – jedes Jahr mehr als 1000. Mit der Nähe zu Hamburg steigen die Mieten teils drastisch. Deshalb will der Kreis selbst für günstigen Wohnraum sorgen. Die zunächst angedachte kommunale Wohnungsbaugesellschaft ist nur ein Modell. „Die Alternative wäre eine Gesellschaft, die sich auf die Koordinierung konzentriert und nicht selbst baut. Dafür braucht man nicht ein so hohes Eigenkapital“, sagt Henning Görtz. Dem Kreis zur Seite stehen der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) und die Sparkassen-Immobiliengesellschaft Holstein (SIG). Am 11. Januar tagt eine extra gegründete Arbeitsgruppe zu dem Thema.

Staus an zwei Ausfahrten der
Autobahn 1 minimieren

Im Berufsverkehr stauen sich die Autos an den A-1-Ausfahrten Ahrensburg und Stapelfeld häufig bis auf die Autobahn. „Das kann zu lebensgefährlichen Situationen führen“, sagt Landrat Görtz. Die Kreuzungen an den Zufahrtsstraßen sind überlastet, müssten ausgebaut werden. „Da sollten wir auch mit Hilfe unserer Abgeordneten bei der Landesregierung mehr Gehör finden“, so Görtz. Eine gute Infrastruktur sei für den wirtschaftsstärksten Kreis im Norden immens wichtig. Deshalb werde auch der Ausbau der A 21 und der Bau der S-Bahnlinie 4 intensiv begleitet.

Entgelte für Rest- und Biomüll
sinken
ein weiteres Mal

Die rund 64.000 Stormarner Kunden der Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH) – Gesellschafter sind die beiden Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg sowie die Service Plus GmbH – zahlen nächstes Jahr für Restmüll etwas weniger (minus 2,1 Prozent) und für Bioabfall viel weniger (minus 41 Prozent). Die Preise zählen zu den bundesweit niedrigsten.