Stormarn
Schulweg

Attacke in Reinbek? Polizei verstärkt Streifen

Man nehme die Sache ernst, hieß es auf Anfrage bei der Polizei in Reinbek

Man nehme die Sache ernst, hieß es auf Anfrage bei der Polizei in Reinbek

Foto: picture alliance / Wolfram Stein

Zwölfjährige behauptet, ein Mann habe sie auf dem Schulweg am Rucksack festgehalten. Polizei reagiert mit erhöhter Präsenz.

Reinbek.  Eltern von Reinbeker Schulkindern sind in Sorge. Grund ist die Aussage eines zwölf Jahre alten Mädchens. Sie behauptet, am Montagmorgen gegen 8.30 Uhr auf dem Weg zum Schulzentrum am Mühlenredder von einem dunkel gekleideten Mann angesprochen und am Rucksack festgehalten worden zu sein. Laut eigener Aussage konnte sie sich jedoch losreißen. Ihre Eltern erstatteten auf der Reinbeker Polizeiwache Anzeige. Die Kripo ermittelt gegen unbekannt.

Inzwischen wurde das Mädchen im Beisein der Eltern ausführlich vernommen, berichtet Jochen Sohrt, der stellvertretende Revierleiter der Reinbeker Polizei. Man nehme die Sache ernst. „Es kann aber auch sein, dass es sich so nicht abgespielt hat“, sagt der Beamte. Zeugen gibt es nicht – und laut Sohrt auch keinen eindeutigen Sachverhalt. Von einer Mitteilung an die Presse hat die Polizei abgesehen. Sohrt: „Mit dem Thema muss man sorgsam umgehen. Wir wollen keine Panik schüren, sondern erst den Sachstand prüfen.“ Bestandteil der Ermittlungen sei auch zu schauen, ob es in der Umgebung vergleichbare Fälle gegeben hat. Das sei aber nicht der Fall.

Am Dienstagmorgen verstärkte die Polizei in Reinbek die Streifen rund um Bildungseinrichtungen. Auch die Polizeiwachen in den Nachbarkommunen sind laut Sohrt gebeten worden, zur Schulwegzeit die Präsenz zu erhöhen. In sozialen Netzwerken haben zahlreiche Reinbeker Eltern angekündigt, ihre Kinder bis zur weiteren Klärung zur Schule zu begleiten.