Stormarn
schnelles Internet

Lütjensee: Noch wenig Interesse am Glasfasernetz

Für schnelleres Internet: Petra Grimm(v.l.), Matthias Schubert, Wolfgang Babel (alle Vereinigte Stadtwerke Media GmbH), Erik Engelbrecht (Bürger), Klaus Limberts (Bürger), Jörn Wagner (Gemeindevertretung) und Bürgermeisterin Ulrike Stentzler

Für schnelleres Internet: Petra Grimm(v.l.), Matthias Schubert, Wolfgang Babel (alle Vereinigte Stadtwerke Media GmbH), Erik Engelbrecht (Bürger), Klaus Limberts (Bürger), Jörn Wagner (Gemeindevertretung) und Bürgermeisterin Ulrike Stentzler

Foto: Isabella Sauer / HA

Anschlussquote für Glasfasernetz bei 26 Prozent. Anmeldefrist verlängert. Nordstormarn ist mit Badendorf nun vollständig versorgt.

Lütjensee.  Während mit der Gemeinde Badendorf nun der letzte Ort im Amt Nordstormarn an das superschnelle Glasfasernetzkabel angeschlossen ist, kann die Gemeinde Lütjensee im Osten des Kreises nur von einem zeitgemäßen Internet träumen. Bisher wurde die vom Investor, die Vereinigten Stadtwerke Media GmbH, geforderte Anschlussquote von mindestens 45 Prozent der Haushalte nicht erreicht.

Lütjensees Bürgermeisterin Ulrike Stentzler (CDU) ist mit dem Zwischenergebnis nicht zufrieden und sagt: „Momentan liegt die Quote bei 26 Prozent, wir müssen mehr Werbung machen.“ Petra Grimm von den Vereinigten Stadtwerken hofft, dass sich die Zahlen noch ändern: „In einigen Gemeinden dauert es länger, bis sich die Einwohner für einen Anschluss entscheiden. Manche tun dies auch erst, wenn bereits gebaut wird.“ Verwaltung und Investor haben sich deshalb entschieden, die Frist über den ursprünglichen Endtermin 16. Dezember hinaus zu verlängern. Bis wann, ist ungewiss. Der Baustart ist für 2017 vorgesehen.

Während die Internetnutzer in Lütjensee derzeit je nach Höhe der Frequenz mit einem bis zu 16 Megabit je Sekunde surfen, könnte es in einem Jahr schon 200 Megabit sein – das ist die Menge an Daten, die pro Sekunde durch das Glasfasernetz geschickt wird.

Anreiz für Anschluss ist eine Kostenersparnis

Bürgermeisterin Stentzler sieht das Vorhaben für die Gemeinde als zukunftsweisend an. „Die Grundstücke in unserem Gewerbegebiet sind bisher nur zu einem Viertel verkauft“, sagt sie. „Wir müssen mehr Gewerbetreibende anlocken, dafür ist ein schnelleres Internet eine Grundvoraussetzung.“ Schließlich sei Lütjensee auf die Einnahmen aus der Gewerbesteuer angewiesen.

Anreiz für den Vertragsabschluss ist eine Kostenersparnis von 800 Euro für den Glasfaser-Hausanschluss. Sofern ein Auftrag für mindestens einen der Dienste Telefon, Fernsehen oder Internet gebucht wird, ist der Anschluss an das Gigabitnetz der Stadtwerke mit Glasfaser bis in das Haus kostenlos.

In Nordstormarn hatte es im Frühjahr 2012 die erste Informationsveranstaltung gegeben. Die erste Gemeinde mit dem schnellen Internet war Klein Wesenberg im März 2013. Nun haben die Vereinigten Stadtwerke die letzten Leitungen nach und in Badendorf verlegt. Matthias Schubert, Leiter des Unternehmens, sagt: „Badendorf soll noch im ersten Quartel nächsten Jahres in Betrieb gehen.“

Damit der Wunsch vom schnelleren Internet auch für Lütjenseer bald in Erfüllung gehen kann, gibt es am Montag, 23. Januar, von 17 bis 19 Uhr einen Informationsabend im Restaurant Waldstadion (Großenseer Straße 8).