Stormarn
Ahrensburg

Prozess gegen mutmaßlichen Vergewaltiger geplatzt

Der Prozess gegen einen mutmaßlichen Vergewaltiger ist am Donnerstag vor dem Schöffengericht in Ahrensburg geplatzt

Der Prozess gegen einen mutmaßlichen Vergewaltiger ist am Donnerstag vor dem Schöffengericht in Ahrensburg geplatzt

Foto: Christian Thiesen

Der Verteidiger sagte, dass sein Mandant zum Zeitpunkt der Tat psychisch erkrankt war. Nun soll ein Mediziner ein Gutachten erstellen.

Ahrensburg.  Der Prozess gegen einen mutmaßlichen Vergewaltiger ist am Donnerstag vor dem Schöffengericht in Ahrensburg geplatzt. Der Verteidiger des 32 Jahre alten Angeklagten sagte, dass sein Mandant zum Zeitpunkt der Tat psychisch erkrankt war und damit eine verminderte Schuldfähigkeit in Betracht kommt. Weil der Anwalt diese Information zuvor weder dem Gericht noch der Staatsanwaltschaft gegeben hatte, wurde auch kein Sachverständiger zugezogen. Dies muss jetzt nachgeholt werden. Doch bis ein Mediziner ein Gutachten über das Krankheitsbild des Angeklagten erstellt hat, wird es voraussichtlich bis Februar dauern. Dann wird das Verfahren neu eröffnet.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Hamburger vor, im Juni 2015 seine Ex-Freundin (26) in deren Wohnung in Ahrensburg vergewaltigt zu haben. Zuvor waren beide viereinhalb Jahre ein Paar. Der Angeklagte sagt, er könne sich nicht an die Tat erinnern. Er habe allgemein nur „verschwommene Bilder“ von der Zeit, in der er manisch war. Zweifel an der Aussage des Opfers habe er aber nicht, und es tue ihm Leid.