Stormarn
Übersicht

Hier können Sie in Stormarn Tannenbäume selbst schlagen

Bärbel Bichel arbeitet auf dem Erdbeerhof Glantz. Ab dem 10. Dezember können Besucher sich auch dort ihre eigene Nordmanntanne fällen

Bärbel Bichel arbeitet auf dem Erdbeerhof Glantz. Ab dem 10. Dezember können Besucher sich auch dort ihre eigene Nordmanntanne fällen

Foto: Pelle Kohrs / HA

An vielen Orten können Stormarner jetzt wieder zur Säge greifen. Das Abendblatt bietet eine Übersicht über Zeiten und Preise.

Stormarn.  An einem kalten Dezembertag auf einen Hof fahren, dort aus Tausenden Exemplaren einen Weihnachtsbaum aussuchen, ihn fällen, ins Auto laden und anschließend einen Glühwein trinken – für viele Menschen gehört das zur Vorweihnachtszeit dazu. Auch im Kreis Stormarn gibt es an vielen Orten die Möglichkeit, seinen Christbaum selbst zu schlagen. Eine Übersicht:

Bliestorf
An der nördlichen Grenze des Kreises hat das Tannenbaumschlagen eine lange Tradition. Seit mehr als 50 Jahren kommen Familien in den Forst Bliestorf, um sich ihren Weihnachtsbaum aus dem Wald zu holen. In diesem Jahr gibt es dazu noch bis Freitag, 23. Dezember, die Möglichkeit. Unter dem Motto „Mein Weihnachtsbaum aus Bliestorf“ stehen tausende Exemplare zur Auswahl. Neben Nordmanntannen werden Blau- und Rotfichten, Koreatannen, Douglasien, Kolorado-Tannen und viele weitere Nadelbaumarten in Bliestorf angeboten. Täglich können Besucher in der Zeit von 9 bis 16 Uhr zur Säge greifen, um ihren Lieblingsbaum zu fällen und anschließend mit nach Hause zu nehmen. Ein Meter Nordmanntanne kostet in Bliestorf 22 Euro. „Aber das ist alles auf Verhandlungsbasis“, sagt Christian Holm, der Eigentümer des Forstes. „Es soll ja Spaß bringen.“ Spaßig wird es auf dem Gelände (Schenkenberger Weg) auch an den Adventswochenenden. „An denen haben wir immer ein großes Programm“, sagt Holm. Kinder können zum Beispiel auf Ponys reiten, während die Erwachsenen Glühwein trinken oder Erbsensuppe essen. „Außerdem bieten wir wieder unser eigenes Wildfleisch an einem Stand an“, sagt Christian Holm.

Delingsdorf
Das Tannenbaumschlagen im hofeigenen Tannenwäldchen des Erdbeerhofs Glantz startet an diesem Wochenende. Ab Sonnabend, 10. Dezember, können sich Besucher zwischen 10 und 19 Uhr ihre Nordmanntanne selber sägen. Insgesamt 12.000 der Bäume stehen zur Auswahl. Am 23. Dezember endet die Aktion. Direkt an der Tannenbaum-Plantage sind Feuerkörbe, sowie eine Punschbar und ein Zelt aufgebaut, die immer an den Adventswochenenden in Betrieb genommen werden. Außerdem startet am Sonntag, 11. Dezember, wieder die Aktion „Prominente sägen sich ihren Weihnachtsbaum“, bei der ab 13 Uhr unter anderen HSV-Spieler Dennis Diekmeier, NDR-Moderatorin Sandra Maahn und Schauspieler Matthias Schloo auf der Plantage anzutreffen sind. Zusammen mit ihren Familien sägen sie sich ebenfalls ihren eigenen Weihnachtsbaum. Ein Christbaum bis zu einer Größe von 1,2 Meter kostet in Delingsdorf 20 Euro. Für Tannen zwischen 1,2 und 1,7 Meter Größe sind 25 Euro zu bezahlen. Ein Baum, der größer als 1,7 Meter ist, kostet 30 Euro. Die Tannenbaumplantage liegt hinter dem Erdbeerhof Glantz (Hamburger Straße 2 a) und ist ab der Hofeinfahrt ausgeschildert.


Grande

Auch im Grander Ortsteil Granderheide kann auf vier Hektar Gelände der perfekte Baum fürs Weihnachtsfest ausgesucht werden. „Ob man den selber schlagen möchte, oder das von uns machen lässt, das kann jeder selbst entscheiden“, sagt Carsten Rosenau. „Wir haben 30.000 Bäume in allen möglichen Größen hier.“ Noch bis zum 23. Dezember ist der Hof Rosenau täglich in der Zeit von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Das Areal liegt an der Rausdorfer Straße 3. Nachzügler können sich hier sogar an Heiligabend noch einen Baum besorgen. „Aber nur bis zur Mittagszeit, irgendwann wollen wir ja auch mal mit dem Fest beginnen“, sagt Rosenau zum Abendblatt und lacht dabei.
Ein besonderer Höhepunkt des Tannenbaumschlagens in Grande ist der Auftritt des Jagdhornbläserkorps des Kreises Herzogtum Lauenburg Nord, der jedes Jahr auf dem Programm steht. Diesmal startet das Mini-Konzert an der Plantag am Sonntag, 11. Dezember, um 13 Uhr. Außerdem wird auf Hof Rosenau täglich warmer Punsch angeboten. Der Preis für eine Nordmanntanne beträgt hier übrigens 20 Euro pro Meter.

Reinbek
Auch auf dem Gut Schönau stehen jedes Jahr Tausende Nordmanntannen zur Auswahl. Eine Säge können sich Besucher vor Ort ausleihen. Noch bis Freitag, 23. Dezember, besteht auf dem Gut, das am Schönauer Weg 21 in Reinbek liegt, die Möglichkeit, täglich von 10 bis 16 Uhr Tannenbäume selbst zu schlagen. Wer dazu keine Lust hat, kann auch eine der bereits gesägten Tannen erwerben. An den Adventswochenenden werden Glühwein, Kakao, Erbsensuppe, Grillfleisch und Crêpes angeboten. Ein Baum bis zu zwei Meter Größe kostet auf Gut Schönau 28 Euro, bis drei Meter Größe 35 Euro und für Bäume, die größer als drei Meter sind, sind 65 Euro zu zahlen.

Witzhave
Die Weihnachtsbaum-Plantange in Witzhave liegt auf einem Feld an der Abfahrt Witzhave der Autobahn 24. Täglich in der Zeit zwischen 10 und 17 Uhr können Besucher sich dort eine von vielen Nordmanntannen aussuchen, fällen und mit nach Hause nehmen. Betrieben wird das Areal von der Familie Puls, die bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten Weihnachtsbäume züchtet. Auch in Witzhave geht das Angebot an den Adventswochenenden über das Selberschlagen der Bäume hinaus. „Am Sonnabend und am Sonntag ist auf dem Gelände immer ein großes Festzelt aufgebaut“, sagt Reinhard Puls. „Dort gibt es zum Beispiel Erbsensuppe und Getränke.“ In familiärer Atmosphäre könne dann auch nach einem regionalen Klassiker verlangt werden. „Wir bieten, wie jedes Jahr, unsere berühmte Wildbratwurst an.“