Stormarn
Kommentar

Ahrensburg muss den Verkehr besser führen

Ralph-Andre Klingel-Domdey, Koordinator der Abendblatt-Regionalausgaben

Ralph-Andre Klingel-Domdey, Koordinator der Abendblatt-Regionalausgaben

Foto: Klaus Bodig

Ahrensburger suchen an falscher Stelle nach einem Parkplatz. Verwaltung und Politik muss über neue Verkehrsführung nachdenken.

Sofern es noch eines Beweises bedurfte, dass Ahrensburg ausreichend Parkplätze hat, bitteschön! Hunderte Stellflächen stehen selbst an Markttagen leer. Und sie sind – weil nicht einmal 300 Meter vom Rondeel entfernt – sogar locker zu Fuß erreichbar.

Was lernen wir daraus? Offensichtlich gibt es eine große Diskrepanz zwischen der gefühlten und der tatsächlichen Parksituation im Zentrum der Stadt. Auf dem Rathausplatz, an der Hagener und Manhagener Allee, an der Hamburger Straße und auf dem Rathausplatz suchen Autofahrer an manchen Tagen tatsächlich vergebens nach einem Parkplatz. Doch sie suchen an der falschen Stelle. Nur ein paar Meter entfernt herrscht in Parkhäusern zur selben Zeit gähnende Leere.

Woran es also mangelt in Ahrensburg, ist zum einen Vernunft bei den Autofahrern, die zuhauf auch für kurze Strecken von zu Hause mit der Erwartungshaltung starten, direkt vor „ihrem“ Laden parken zu können. Woran es aber ganz offensichtlich noch mangelt, ist eine vernünftige Verkehrsführung. Das ist Sache der Verwaltung und der Politik. Sie sollten bei ihren Entscheidungen im Blick haben, dass sich der Verkehr absehbar vom Auto auf andere Verkehrsmittel verlagern wird. Das ist auch der richtige Weg, um Städte attraktiver und lebenswerter zu machen.