Stormarn
Reinbek/Glinde

Staus auf der K 80 nerven Autofahrer in Stormarn

Zwei Vollsperrungen sorgen für zusätzlichen Verkehr auf der Straße bei Reinbek und Glinde

Zwei Vollsperrungen sorgen für zusätzlichen Verkehr auf der Straße bei Reinbek und Glinde

Foto: Verena Künstner / HA

Zwei Vollsperrungen wegen Bauarbeiten sorgen wohl noch bis Dezember für extra Verkehr auf der Straße bei Reinbek und Glinde.

Reinbek/Glinde.  Morgens rasch ins Büro, abends schnell wieder nach Hause. So sieht das optimale Zeitmanagement für Menschen aus, die mit dem Auto zur Arbeit fahren. Jede zusätzliche Minute ist eine Minute zu viel und erhöht bei dem einen oder anderen Ungeduldigen schnell den Stresspegel. Besonders viel Geduld ist derzeit bei Autofahrern gefragt, die im Bereich Reinbek/Glinde unterwegs sind. Dort sorgen gleich zwei Vollsperrungen dafür, dass nichts mehr so läuft wie bisher.

Zum einen ist die K 109 (Willinghusener Weg/Glinder Weg) gesperrt. Grund dafür ist der Neubau einer Brücke über die Autobahn 24. Das alte Bauwerk stammte aus dem Jahr 1938, war bereits sehr marode und musste dringend ersetzt werden. Seit Januar 2016 wird dort gearbeitet.

Ist die K 80 überhaupt dafür ausgelegt?

Die zweite Vollsperrung gibt es auf der Landesstraße 222 zwischen Schönning­stedt und Stemwarde. Dort wird seit Ende September die Fahrbahndecke in mehreren Abschnitten erneuert. Für beide Sperrungen sind Umleitungsstrecken ausgeschildert. Und in beiden Fällen führen die zur Kreisstraße 80. Dort staut sich im Berufsverkehr jetzt so einiges an, und in Stoßzeiten kommen Autofahrer nur im Schneckentempo voran.

Der eine oder andere ungeduldige Pendler hat dann nicht nur Zeit, sich zu ärgern, sondern auch, sich folgende Fragen zu stellen: Ist die K 80 überhaupt für solch eine Mehrbelastung ausgelegt? Haben sich die Gemeinden und die zuständige Landeseinrichtung nicht miteinander abgestimmt?

Landesbetrieb sieht keine Überbelastung der K 80

Jens Sommerburg, Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV) in Lübeck, sagt dazu: „Wie immer gab es auch in diesem Fall selbstverständlich Abstimmungsgespräche, die schon sehr früh vor den eigentlichen Maßnahmen stattgefunden haben.“ Dazu gehören Gespräche mit den Städten, Rettungsleitstellen, Versorgungsunternehmen wie der Müllabfuhr und auch mit der Polizei. Die berät den Landesbetrieb zum Beispiel, ob die Umleitung sinnvoll ist oder welche Ampelphasen verändert werden müssen, um gefahrlosen Verkehr auf den Straßen zu gewährleisten.

Dass die K 80 als Ausweichstrecke für zwei Sperrungen überlastet sein könnte, sieht Sommerburg nicht. „Das Verkehrsaufkommen auf der K 109 war überschaubar und fällt damit nicht sehr ins Gewicht. Und für die Landesstraße 222 gibt es zusätzlich zur K 80 alternative Umleitungsstrecken über die L 160 nach Grande und weiter auf der L 94 über Witzhave.“ Dass es bei Vollsperrungen zu längeren Wegen für Autofahrer komme, lasse sich nicht vermeiden, so Sommerburg. „Das liegt in der Natur der Sache. Wir tun aber immer unser Möglichstes, bei unseren Planungen die beste Lösung für alle zu finden.“

Hintergrundwissen, das hilft, etwas weniger genervt im Stau zu stehen. Außerdem werden beide Vollsperrungen bald aufgehoben: Im Dezember werden die Bauarbeiten an Brücke und Straße abgeschlossen sein.