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Reinbek

Test verhauen: Sirene bleibt bei Atom-Alarm stumm

Heinrich Dierking (Forum 21) hat den Landrat gebeten, die ortsfesten Sirenenanlagen in Reinbek in den Verantwortungsbereich des Kreises zu übernehmen

Foto: René Soukup / HA

Heinrich Dierking (Forum 21) hat den Landrat gebeten, die ortsfesten Sirenenanlagen in Reinbek in den Verantwortungsbereich des Kreises zu übernehmen

Der Kreis Stormarn testete die Sirenenanlagen im 25-Kilomter-Radius um das Atomkraftwerk Krümmel. Reinbeker Sirenen blieben stumm.

Reinbek.  Panne beim Atom-Alarm: Als der Kreis Stormarn die Sirenenanlagen im 25-Kilometer-Radius um den Atomkraftwerk Krümmel testete, blieben die Sirenen in Reinbek als einzige stumm. "Das Schweigen der Anlage lag nicht etwa an einem Defekt", sagt der Reinbeker Stadtverordnete Heinrich Dierking (Forum 21). "Sie ist schlicht und einfach nicht mit der Rettungsleitstelle verbunden, die im Ernstfall die – angeschlossenen – Sirenen digital bedient." Der Politiker spricht von einem "Zuständigkeits-Wirrwarr". So betrachte der Kreis die Sirenen in Reinbek als nicht in der Verantwortung des Kreises, und die Reinbeker Verwaltung sehe die Zuständigkeit beim Kreis Stormarn als unterer Katastrophenschutzbehörde.

"Dem Rathaus Reinbek ist bekannt gewesen, dass sich die örtlichen bislang nur analog anzusteuernden Sirenen nicht durch das digitale Signal der Rettungsleitstelle betätigen lassen", sagt Dierking. Dennoch sei niemand auf die Idee gekommen, die Sirenen für den angekündigten Probebetrieb zu betätigen. "Das ist eigentlich unfassbar."

Nach der Pannen-Probe hat Forum 21 den Landrat gebeten, die ortsfesten Sirenenanlagen in Reinbek voll in den Verantwortungsbereich des Kreises Stormarn zu übernehmen.

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