Stormarn
Politik

Oststeinbek schafft Marktgebühren für Händler ab

Auf einem Archivbild aus dem Jahr 2013 sind noch mehrere Händler auf dem Wochenmarkt in Oststeinbek zu sehen, derzeit verkauft hier nur ein Obsthändler aus dem Alten Land

Auf einem Archivbild aus dem Jahr 2013 sind noch mehrere Händler auf dem Wochenmarkt in Oststeinbek zu sehen, derzeit verkauft hier nur ein Obsthändler aus dem Alten Land

Foto: Birgit Schücking

Nur ein Obsthändler verkauft donnerstags auf dem Markt und zahlt mehr als der Fischhändler am Dienstag. Politiker wollen das ändern.

Oststeinbek.  Er heißt Wochenmarkt, verdient den Namen aber nicht wirklich. Denn das Angebot ist alles andere als vielfältig. Immer donnerstags ist nur ein Obsthändler aus dem Alten Land in Oststeinbek vor Ort. Versuche der Verwaltung, den Markt zu beleben, schlugen fehl. Für andere Anbieter lohnt sich der Verkauf nicht. Wohl aber am Dienstag – keinem offiziellen Markttag – für einen Fischhändler, der dort seit Frühjahr 2010 Geschäfte macht und für den eine Sondernutzungserlaubnis gilt – mit der Folge, dass er weniger Gebühren zahlt als der Obsthändler.

Die Differenz entsteht durch die Personalkosten, weil die Gemeinde donnerstags einen Marktaufseher einsetzt. Damit ist es demnächst vorbei. Der Hauptausschuss sprach sich einstimmig für die Aufhebung der Marktsatzung zum 15. November dieses Jahres aus. Damit fällt die Marktstandsgebühr weg. Der Obsthändler zahlt nun auch eine geringere Summe für die Sondernutzung. „Wir wollen weniger Aufwand und eine Gleichbehandlung“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Höft. Die Zustimmung der Gemeindevertretung gilt als sicher.