Stormarn
Neue Ausstellung

Carsten Rabe zeigt seine Fotos in der Trittauer Wassermühle

Die Vernissage zu der Ausstellung „Eden Paradise“ ist am Sonnabend, 8. Oktober, in der Trittauer Wassermühle. Künstler Carsten Rabe ist auch vor Ort

Die Vernissage zu der Ausstellung „Eden Paradise“ ist am Sonnabend, 8. Oktober, in der Trittauer Wassermühle. Künstler Carsten Rabe ist auch vor Ort

Foto: Pelle Kohrs / HA

In der Trittauer Wassermühle gibt es ab sofort eine neue Fotoausstellung zu sehen. Sie zeigt die Gemeinde aus einer neuen Perspektive.

Trittau.  Kunst ist überall, wird aber von den meisten Menschen übersehen – davon ist Carsten Rabe überzeugt. Um allen die Schönheit des Alltäglichen sichtbar zu machen, hält der Fotograf sie mit seiner Kamera fest. Knapp neun Monate war er jüngst in Trittau und Umgebung unterwegs, um Fotos zu machen. Eine Auswahl seiner Werke ist ab Sonnabend, 8. Oktober, in der Wassermühle zu sehen.

Auf den ersten Blick erscheinen Rabes Fotos tatsächlich alltäglich: Sie zeigen Straßenkreuzungen, Häuserfronten, Marmorskulpturen oder Holzbänke. Auf den zweiten Blick fällt dem Betrachter jedoch auf, dass die Fotos etwas ganz bestimmtes an sich haben. Etwas, das der Laie vielleicht als „stimmig“ bezeichnen würde. Carsten Rabe, der Profi, findet dafür bessere Worte: „Es sind architektonische Dynamiken und skulpturale Reize, die ich versuche festzuhalten“, sagt er. „Dinge, an denen tausende Leute vorbeilaufen, ohne sie zu entdecken.“

Fotograf interessiert sich für menschenleere Räume

In Trittau ist das zum Beispiel ein Gullydeckel, der von verschiedenfarbigen Pflastersteinen umgeben ist. Oder eine Tartanbahn, deren Linien parallel zu denen des anliegenden Kunstrasenplatzes liegen. Auch die Tennishalle hat es Carsten Rabe angetan. „Dort gibt es alles“, so der Hamburger. „Dynamische Linien, sehr plastische Grüntöne, architektonische Dachbögen und diese große Einsamkeit, die die leere Halle ausstrahlt.“

Einsamkeit ist das Stichwort. Nur auf sehr wenigen der vielen Fotos von Carsten Rabe sind Menschen zu sehen. „Der menschenleere Raum interessiert mich“, sagt der Fotograf. „Wenn Menschen fehlen, fängt man an, den Raum zu interpretierten.“ Das gelte auch für Plätze, an denen es eigentlich nur so von Menschen wimmelt. „Auf einigen meiner Fotos habe ich versucht, die Ästhetik des Hamburger Doms einzufangen, wenn das Entertainment vorbei ist.“ Ein Konzept, das Rabe jüngst auch auf den Zirkus Europa übertrug, der in Stapelfeld gastierte.

Fotos der Aussstellung sind unbearbeitet und nie inszeniert

Die Idee, Trittau und Umgebung in seinen Fotos zu thematisieren, kam Rabe, nachdem er Katharina Schlüter, Kuratorin der Sparkassen-Kulturstiftung , kennenlernte. „Das war vor eineinhalb Jahren“, sagt er. Schlüter: „Wir freuen uns sehr. Carstens Arbeit ist unglaublich interessant.“ Photoshop oder andere Bildbearbeitungsprogramm nutze Carsten Rabe nicht. „Meine Bilder sind nie inszeniert“, sagt er. „Sie haben für mich auch etwas dokumentarisches.“

Die Vernissage zu der Ausstellung in der Wassermühle , die den Namen „Eden Paradise“ trägt, beginnt um 16 Uhr. Die Begrüßungsrede hält Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch. Bis Sonntag, 6. November, ist die Ausstellung zu sehen. Am selben Tag gibt es ein Künstlergespräch mit Carsten Rabe. Beginn ist um 15 Uhr.

Vernissage „Eden Paradise“ Sa 8.10., 16.00, Galerie der Wassermühle Trittau, Am Mühlenteich 3, Eintritt frei