Stormarn
Neuer Verwaltungschef

Bad Oldesloe: Jörg Lembke als Bürgermeister vereidigt

Tassilo von Bary (l.) übergibt den symbolischen Stadtschlüssel an seinen Nachfolger Jörg Lembke

Tassilo von Bary (l.) übergibt den symbolischen Stadtschlüssel an seinen Nachfolger Jörg Lembke

Foto: Finn Fischer / HA

Der bisherige Amstinhaber Tassilo von Bary verabschiedet sich in den Ruhestand – und rechnet mit dem derzeitigen politischen Klima ab.

Bad Oldesloe.  Zwölf Jahre lang war er Chef der Verwaltung, jetzt ist Tassilo von Bary im Ruhestand. Während der Stadtverordnetenversammlung wurde sein Nachfolger Jörg Lembke als Bürgermeister der Stadt Bad Oldesloe vereidigt. „Jetzt beginnt die Arbeit und ich freue mich auf meine neue Aufgabe“, sagte Lembke. Eine große Antrittsrede gab es nicht. Für mindestens sechs Jahre wird der Feldhorster das Amt des Bürgermeisters bekleiden.

Nach der Wahl im Juni ist der 48-Jährige nun von Bürgerworthalter Rainer Fehrmann vereidigt worden. Kurz zuvor entließen die Stadtverordneten Tassilo von Bary in den Ruhestand – ohne eine offizielle Verabschiedung. Das hatte sich der bisherige Verwaltungschef, der derzeit krank geschrieben ist, so gewünscht. „Ich freue mich, dass er heute trotzdem gekommen ist“, sagte Rainer Fehrmann, der sich für die „lange, offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ bedankte. In die Zeit seien viele Projekte gefallen, die das Leben in der Stadt verbessert hätten. Unter anderem die Umgestaltung des Exers, der Bau des Kultur- und Bildungszentrums, ein neuer Bauhof, das Neubaugebiet Steinfelder Redder und die Sanierung des Hallenbades. „Das alles sind Projekte, die die Verwaltung und ihren Chef herausforderten“, so Fehrmann.

Umgangsformen verschlechtert

Tassilo von Bary nutzte die Gelegenheit, mit dem derzeitigen politischen Klima abzurechnen: „Die Art und Weise, wie hier manchmal miteinander umgegangen wird, ist schlechter geworden“, sagte von Bary. Das habe ihn sehr getroffen. Seinem Nachfolger wünschte er viel Glück und überreichte ihm den symbolischen Schlüssel der Stadt.

Jörg Lembke hatte sich bei der Stichwahl am 19. Juni als parteiloser Kandidat gegen seinen Kontrahenten Jörg Feldmann (CDU) mit 70 Prozent durchgesetzt. Bereits in seiner Heimatgemeinde Feldhorst war der 48-Jährige ehrenamtlicher Bürgermeister. Für ihn ist es ein bisschen wie der Sprung ins kalte Wasser. Die geplante Einarbeitungsphase gab es aufgrund der Erkrankung des Bürgermeisters nicht.