Stormarn
Landtagswahl 2017

SPD-Kandidat tritt ein für mehr Chancengleichheit

Bildungsministerin Britta Ernst im Peter-Rantzau-Haus in Ahrensburg

Bildungsministerin Britta Ernst im Peter-Rantzau-Haus in Ahrensburg

Foto: Dorothea Benedikt / HA

In Ahrensburg starten Tobias von Pein und Bildungsministerin Britta Ernst den Wahlkampf. Sie wollen Familien stärker entlasten.

Ahrensburg.  Mehr Chancengleichheit, Entlastung von Familien und mehr Polizei – mit diesen Wahlversprechen sind in Ahrensburg Bildungsministerin Britta Ernst und Tobias von Pein für die SPD in den Wahlkampf gestartet.

Wie berichtet, hatten Partei-Mitglieder von Pein am Freitagabend zum Landtagskandidaten für den Wahlkreis Stormarn-Mitte nominiert. Zur Wahl hatte sich auch Benjamin Freitag gestellt, der gegen von Pein chancenlos blieb. 60 von 67 Genossen gaben von Pein ihre Stimme und legten damit bei dem 31-Jährigen einen Schalter um: Seitdem ist nicht mehr Freitag sein Konkurrent, sondern Tobias Koch, der für die CDU für den Wahlkreis Stormarn-Mitte antreten wird und bereits 2012 diesen gewann.

Am 7. Mai 2017 wird ein neuer Landtag gewählt. Im Peter-Rantzau-Haus in Ahrensburg erklärte Tobias von Pein, was seine Ziele sind und wie er mehr Stimmen holen will als sein CDU-Konkurrent. „Wir brauchen mehr Chancengleichheit“, sagte von Pein. Er möchte, dass die Betreuung von Kindern bis zur Schule kostenlos wird. Auch Bildungsministerin Britta Ernst, die zur Nominierung des Landtagskandidaten nach Ahrensburg gekommen war, verspricht eine Entlastung für Familien. Bleibe die SPD an der Regierung, sollten Eltern monatlich rund 100 Euro weniger für die Betreuung ihrer Kinder zahlen.

Ob dies tatsächlich eine Entlastung sein wird, ist fraglich. Denn in Stormarn sind während der Legislaturperiode die Kita-Gebühren stetig gestiegen. Beispielsweise müssen Eltern in Barsbüttel von September an drei Prozent mehr zahlen. Vergangenes Jahr erhöhten sich die Kosten um sechs, 2014 um zehn Prozent. In Ahrensburg müssen Eltern seit August durchschnittlich acht Prozent mehr zahlen und in Siek kostet seit diesem Jahr die Betreuung in der Krippe, statt 333 Euro 427,5 Euro und im Elementarbereich 285 statt 242 Euro.

Chancengleichheit soll auch eine Einigung bei der Schulbegleitung bringen. Wie berichtet, streiten Land und Kreis, wer die Kosten tragen soll. Ernst kündigt zudem an, Schüler besser auf die Ausbildung vorzubereiten und mehr Polizeistellen schaffen zu wollen.