Stormarn
Neubaugebiet

Ahrensburg: Erster Spielplatz im Erlenhof eröffnet

Paule (7) und Louise (4) testen die neue Schaukel auf dem Spielplatz im Ahrensburger Neubaugebiet Erlenhof

Paule (7) und Louise (4) testen die neue Schaukel auf dem Spielplatz im Ahrensburger Neubaugebiet Erlenhof

Foto: Dorothea Benedikt / HA

Der Bau auf 1200 Quadratmetern hat 120.000 Euro gekostet. Ein weiterer Spielplatz am Pomonaring ist für 2017 in Planung.

Ahrensburg.  Sekunden, nachdem Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach am Donnerstag das Band zum neuen Spielplatz durchschnitten hat, toben schon rund hundert Kinder auf dem 1200 Quadratmeter großen Platz herum. Es ist der erste Spielplatz im Ahrensburger Neubaugebiet Erlenhof.

„Ich finde das Klettergerüst toll“, sagt die siebenjährige Paula, die alles erst einmal ausprobieren muss. Somit geht es vom Klettern direkt zur Seilbahn, von dort zur Schaukel und zwischendurch wieder auf den Kletterturm.

Toben vor der Haustür

Der zweijährige Linnart ist da weniger experimentierfreudig. Er findet die breite Rutsche klasse, auf der drei Kinder gleichzeitig rutschen können. Wenn er unten angekommen ist, stellt er sich immer wieder in der Schlange an.

„Es wurde Zeit für einen Spielplatz“, sagt Jeanette Hahn, deren vier Jahre alte Tochter Louisa gerade völlig begeistert alles ausprobiert. „Zuvor mussten wir immer zu anderen Spielplätzen in Ahrensburg oder Volksdorf fahren“, sagt die 34-Jährige und freut sich, dass die Kinder sich jetzt quasi vor der Haustür austoben können. Simone Kinzel (39) fügt hinzu: „Die Kinder können dort jetzt auch alleine hingehen.“

Kinder konnten mitgestalten

Rund zehn Wochen hat der Bau des Spielplatzes zwischen den Straßen Aue­stieg und Obsthain gedauert. Die Kosten von 120.000 Euro hat die LEG Entwicklungs GmbH übernommen und zahlt auch die kommenden zwei Jahren die Instandhaltungskosten.

Das Unternehmen erschließt seit 2013 das Baugebiet. „Bei der Planung sind die Kinder mit einbezogen worden“, sagt Geschäftsführer Tim Holborn. Das Thema Wald war dabei vorgeben. Die Kinder hätten sich viele Klettermöglichkeiten sowie die Seilbahn gewünscht.

Handgefertigte Spielgeräte

Um dem Motto Wald auch gerecht zu werden, wurde überwiegend Eichenholz zum Bau eingesetzt. „Die Geräte sind alle für diesen Spielplatz entworfen worden und handgefertigt“, sagt Holborn, der einen Spielplatzgestalter aus Berlin engagiert hat. Statt Rasen oder Sand liegen Holzschnitzel auf dem Boden, die die Mitarbeiter eines Unternehmens für Landschaftsplanung in Lübeck dort verteilt haben. Sie gestalten auf rund 7,3 Hektar auch die Grünflächen sowie Rad- und Wanderwege und stellen beispielsweise Sitzbänke auf. 160 Bäume haben die Landschaftsgestalter dabei bisher in dem 34 Hektar großen Wohngebiet gepflanzt. Hundert weitere sollen folgen.

Auch ein weiterer Spielplatz ist in Planung. Dieser soll am Pomonaring Ende 2017 gebaut werden. Tim Holborn: „Auch dann werden wir die Kinder bei der Planung einbeziehen.“