Stormarn
Die schönsten Radtouren

Wir bringen Sie im Kreis Stormarn auf Touren

Abendblatt-Mitarbeiter Marc Hofmann bei der Fahrradtour am Lütjensee

Abendblatt-Mitarbeiter Marc Hofmann bei der Fahrradtour am Lütjensee

Foto: René Soukup / HA

Neue Serie: Die schönsten Radtouren durch den Kreis. Heute: Mit Badestopp von Ahrensburg über Todendorf, Hoisdorf und Großhansdorf.

Ahrensburg.  Wenn es um touristische Attraktionen im Kreis Stormarn geht, werden immer wieder die vielfältigen Möglichkeiten zum Fahrradfahren genannt. Welches sind die schönsten Strecken? Und wie gut sind sie wirklich? Die Stormarn-Redaktion des Abendblattes hat für Sie acht Routenvorschläge des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) ausprobiert. Auf der ersten Tour geht es von Ahrensburg zum Baden an den Lütjensee und zurück.

Start am Ahrensburger Bahnhof

Startpunkt für unsere Tour ist der Ahrensburger Bahnhof. Von dort geht es stadteinwärts durch die Hagener Allee, wo wir der Versuchung widerstehen müssen, bereits nach wenigen Metern im Eispavillon oder einem der Cafés mit Blick auf die Muschelläufer-Skulptur einzukehren. Es geht am Schloss vorbei über die ehemalige B 75 an der Feuerwache den Weinberg hoch in den Stadtteil Gartenholz. Hier müssen wir etwas kräftiger in die Pedalen treten.

Weiter geht es über die Otto-Siege-Straße, vorbei am Stadtteilbahnhof, bevor wir rechts gen „Famila-Brücke“ in den Norderoogstieg einbiegen. Um über die Holzbrücke zu kommen, ist noch einmal eine kurze Steigung zu überwinden, die uns dafür mit umso mehr Schwung ins Gewerbegebiet überwechseln lässt. Dort nehmen wir die Ewige Weide immer geradeaus, vorbei am Spielecenter, bis sich die Straße überraschenderweise nur noch als Feldweg fortsetzt. Raus aus dem Gewerbegebiet rein in die Natur: Begleitet von den Zügen der nahegelegenen Vogelfluglinie halten wir uns rechts, bis der Weg wieder breiter wird und wir den Beimoorweg erreichen. Dort wechseln wir die Straßenseite auf den Radweg Richtung Todendorf.

Durch Wald und Wiesen im Beimoor und Todendorf

Geschützt von einem Erdwall und Bäumen durchqueren wir den Beimoorwald. Bäume spenden Schatten, es beginnt auf eine gute Art leicht moderig zu riechen. Auf einem Teil der Strecke können wir auch eine Parallelstraße nehmen, die direkt an die Felder grenzt. An der Kreuzung Martenshorsttwiete biegen wir nach Todendorf ab und folgen der sich durch frischgemähte Felder voller Heuballen schlängelnden Straße. Wir überqueren die Autobahn 1 und durchfahren noch einmal ein kleines Waldstück, bevor es in Todendorf vorbei an Gehöften und schwarz-weiß gefleckten Kühen durch eine Wohnsiedlung geht. Geradewegs auf ein Feld zufahrend, biegen wir am Ende der Straße nach rechts und folgen der Todendorfer Hauptstraße nach Oetjendorf.

Kaum dort angekommen, nehmen wir die Lütjenseer Straße. Die Kreisstraße 98 ist eine Modellstraße mit extra breitem Fahrradstreifen, auf der wir eine zwar nur geringe, aber doch ziemlich stetige Steigung bewältigen müssen. Auf Höhe des Schildes „Amt Trittau“ ist endlich der Scheitelpunkt erreicht und wir können uns noch einmal kräftig den Fahrtwind durch das Haar pusten lassen, bevor die kühlen Fluten des Lütjensees auf uns warten.

Mit Rückenwind ans Wasser

Im Ort angekommen wechseln wir auf die Seite der Tankstelle und biegen direkt dahinter in die Straßen Seestücken ein und Seeblick ein. Ein letztes Mal geht es leicht bergauf durch ein Wohngebiet mit schmucken Reetdachhäusern, bevor uns der Seeredder endlich ans Wasser führt. Noch ein Mal das Rad rollen und den Blick nach rechts schweifen lassen – und wir können bereits den Lütjensee zwischen den Bäumen erkennen. Hier erreichen wir das italienische Lokal mit dem passenden Namen „Il Lago“.

Halbzeit nach 15 Kilometern

Geschafft: 15 Kilometer liegen hinter uns und ein erfrischendes Bad im Lütjensee vor uns. Eine Stärkung ist anschließend beim Italiener oder als mitgebrachte Brotzeit auf der Wiese direkt am Wasser möglich.

Den Rückweg treten wir wieder über den Seeredder an und folgen dem Seestücken dieses Mal geradeaus, ein kurzes Stück über einen unbefestigten Weg auf die Alte Dorfstraße. Hier geht es weiter, vorbei an den Gebäuden des Blutspendedienstes. Wir überqueren die Hamburger Straße und folgen Försterkoppel und Königsberger Straße, bis wir neben einem traditionell wirkenden Fahrradgeschäft in einer Tankstelle wieder die Hauptstraße erreichen. Hier bietet sich die Möglichkeit, noch einmal den Luftdruck zu überprüfen. Mit geölter Kette passieren wir die Zapfsäulen und biegen rechts in einen schmalen Radwanderweg ein, der mal ein Bahndamm gewesen ist. Kühle Waldluft umgibt uns und spendet die nötige Energie für den Abschnitt nach Hoisdorf.

Auf den Spuren der Südstormarnschen Kreisbahn

Wir folgen der ausgebauten „Radautobahn“, bis wir ein Drängelgitter erreichen und biegen rechts in die Hoisdorfer Bahnhofstraße. Vorbei an dem ehemaligen Bahnhofsgebäude fahren wir bei der Autowerkstatt mit den schicken Klassikern auf dem Hof rechts in die Dorfstraße. Wenn uns jetzt wieder nach Pause zu Mute ist, haben wir im Landgasthof mit Blick auf die alte Schule, Bauernhöfe und den Dorfteich Gelegenheit dazu. Auswärtige Gäste können hier auch übernachten. Es lohnt sich in jedem Fall, kurz zu verharren.

Anschießend biegen wir in den gegenüberliegenden Jungfernstieg, der zwar nicht ganz mit seinem Hamburger Pendant mithalten kann, aber immerhin an dem herrschaftlich anmutenden Anwesen der Hoisdorfer Dichtungs-Dynastie Bruss vorbeiführt. Wir folgen dem eingewachsenen Weg mit Blick auf sattgrüne Wiesen und naturbelassene Teiche, ehe wir die Oetjendorfer Landstraße erreichen. Hier fahren wir Richtung Hoisdorf und nehmen auf Höhe der Grundschule die zweite Ausfahrt im Kreisel in die Waldstraße und kommen wieder Richtung Autobahn, die wir durch eine Unterführung queren können. Am Ende des Waldes erreichen wir die Hansdorfer Landstraße und durchfahren den Großhansdorfer Eilbergweg, bis wir uns noch einen Abstecher am Mühlenteich entlang gönnen.

Über Pinnberg und schließlich Jäckbornsweg landen wir wieder an der Hansdorfer Landstraße. Wir folgen ihr Richtung Ahrensburg, bevor es kurz vor den Seen des Park Manhagens in die Eilshorst geht. Über einen Sandparkplatz nehmen wir den Radweg hinab zur Unterführung des Ostrings. Auf der anderen Seite angekommen führt uns eine Holzbrücke über den schmalen Lauf des Hopfenbachs. Jetzt müssen wir noch einmal ordentlich in die Pedale treten, um den Sandweg hinauf bis zur Parkallee zu kommen. Durch Ahrensburgs wohl mondänste Straße radeln wir wieder gen Bahnhof.

Die Villengegend hinter uns lassend kommen wir geradewegs bei der „Schnecke“ an, die uns das Unterqueren des Bahnhofs ermöglicht. Nach gut 30 Kilometern haben wir den Ausgangspunkt unserer Tour erreicht. Und jetzt haben wir uns auch ein Eis verdient.

Eine detaillierte Wegbeschreibung erhalten Sie beim ADFC Ahrensburg im Internet unter: www.adfc-ahrensburg.de