Stormarn
Investition

Rümpel bekommt ein neues Feuerwehrgerätehaus

Rümpels Bürgermeister Torben Schmahl macht sich für die Feuerwehr stark

Rümpels Bürgermeister Torben Schmahl macht sich für die Feuerwehr stark

Foto: Christina Schlie / HA

Mit zehn Ja-Stimmen und vier Enthaltungen hat sich die Gemeindevertretung für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses ausgesprochen.

Rümpel.  Es wird wohl auf lange Sicht das größte Projekt sein, das Torben Schmahl (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Rümpel, jetzt auf den Weg gebracht hat. Mit einem „klaren Votum“, so Schmahl, hat sich die Gemeindevertretung mit zehn Ja-Stimmen und vier Enthaltungen für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses ausgesprochen. Die Kosten werden mit rund einer Million Euro kalkuliert.

Seit fast vier Jahren wird in der Gemeinde über das Feuerwehrgerätehaus beraten. „Dieser lange Beratungszeitraum hat uns die Möglichkeit gegeben, in alle Richtungen zu schauen und abzuwägen“, sagt Schmahl und hofft, damit alle Zweifel an dem Projekt ausgeräumt zu haben.

Bau sei „dringend notwendig“

Der Bürgermeister nennt drei Gründe, die den Bau aus seiner Sicht „dringend notwendig“ machen. Der Gemeinde droht der Entzug der Versicherung, da Unfallverhütungsvorschriften aufgrund der alten Bausubstanz und konzeptioneller Mängel nicht konsequent eingehalten werden konnten. Es gibt nicht genügend Parkplätze, Sanitäranlagen und Lagerplätze für die persönlichen Gegenstände der Feuerwehrmänner. Auch Sicherheitsaspekte kämen dabei zum Tragen.

Ein weiterer Punkt sei die Veränderung der Infrastruktur. In den vergangenen 40 Jahren ist das Umfeld stark gewachsen. Mittlerweile hat die Gemeinde 1300 Einwohner. „Und wir werden weiter wachsen“, ist sich Bürgermeister Schmahl sicher. Auch die Größe der Einsatzfahrzeuge hat sich in der Vergangenheit stark verändert. Der Mangel an Einsatzkräften, die tagsüber verfügbar sind, werde immer größer, daher sei eine gute, zukunftsfähige Ausstattung erforderlich. Außerdem sollte die Möglichkeit bestehen, ein zweites Fahrzeug unterzubringen. All diese benötige Platz.

Für den Bau das Gerätehauses gibt es keine Zuschüsse

Ein besonderes wichtiges Kriterium ist für Torben Schmahl die Attraktivität der Feuerwehr und damit die Stärkung des Ehrenamts. „Wir müssen ein modernes Haus schaffen, in dem die Menschen auch gern ihre Freizeit verbringen“, sagt der Bürgermeister.

Das bisherige Feuerwehrgerätehaus in der Gemeinde stammt aus dem Jahr 1979 und gleiche eher „einer Feuerwehr-Garage als einem Haus“. Aktuell hat die Freiwillige Feuerwehr Rümpel 34 aktive Mitglieder.

Bau soll im Früjahr starten

Öffentliche Zuschüsse für den Bau des Gerätehauses wird die Gemeinde nicht bekommen. Es können aber zinsverbilligte Darlehen in Anspruch genommen werden. Damit liegt die jährliche Belastung für den Haushalt der Gemeinde Rümpel bei circa 40.000 Euro. Die Planung sieht eine Ausschreibung für das Projekt in drei bis vier Monaten vor.

Der Bürgermeister hofft auf einen Baubeginn im Frühjahr. Der neue Standort liegt ungefähr 70 Meter vom jetzigen entfernt. Schmahl: „Das Ergebnis ist ein neues zukunftsfähiges Haus für die Feuerwehr inmitten der Gemeinde am Gemeindezentrum.“