Stormarn
Ulu Camii

Attacke gegen Ahrensburger Moschee: Staatsschutz ermittelt

 Ibrahim Taskin, Vorsitzender des Türkisch-Islamischen Kulturvereins, zeigt auf die zerstörte Scheibe

Ibrahim Taskin, Vorsitzender des Türkisch-Islamischen Kulturvereins, zeigt auf die zerstörte Scheibe

Foto: Laura Treskatis / HA

Ein Unbekannter hat eine Fensterscheibe an der Moschee Ulu Camii eingeschlagen. Bürgermeister Michael Sarach verurteilt die Tat.

Ahrensburg.  Wegen einer zerschlagenen Fensterscheibe an der Ahrensburger Moschee Ulu Camii hat die Staatsschutzabteilung der Bezirkskriminalinspektion in Lübeck die Ermittlungen aufgenommen. Wie berichtet , hatte ein Unbekannter in der Nacht von Donnerstag auf Freitag einen Teil der Fensterfront mit Steinen und Bierflaschen zerstört. Eine Überwachungskamera zeichnete die Tat auf.

Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach verurteilt das Vergehen scharf. Er hofft, dass der Kriminelle zeitnah gefasst wird und sich solche Taten nicht wiederholen. Sarach: „Wir dürfen so etwas nicht tolerieren und müssen die bestehende Integrationsarbeit unserer Stadt weiter pflegen.“ Der Verwaltungschef steht in engem Kontakt mit dem Türkisch-Islamischen Kulturverein. In der kommenden Woche will sich Sarach mit den Vereinsmitgliedern treffen. „Die türkisch-islamische Gemeinde gehört zur Stadt Ahrensburg“, sagt Sarach.

Polizei bittet um Zeugenhinweise

Erst vor wenigen Wochen war das Außenfenster der Moschee am Woldenhorn mit Aufklebern verschandelt worden: „Islamists not welcome – Sharia free zone“ war darauf zu lesen. Auch in diesem Fall ermittelt der Staatsschutz. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise unter Telefon 0451/13 10. Bereits 2012 hatten Unbekannte mit Eisenstangen Fenster der Moschee eingeschlagen und Hakenkreuze in Mauersteine eingeritzt.