Stormarn
Ermittlungen

Streit um Fahrrad eskaliert in Ammersbeker Flüchtlingsheim

Mit Dolmetschern befragte die Polizei am Mittwoch Zeugen und Beteiligte vor Ort

Mit Dolmetschern befragte die Polizei am Mittwoch Zeugen und Beteiligte vor Ort

Foto: Friso Gentsch / dpa

In der Ammersbeker Flüchtlingsunterkunft am Schäferdresch gingen vier Männer teils mit Brotmessern und Gartengeräten aufeinander los.

Ammersbek.  In der Ammersbeker Flüchtlingsunterkunft am Schäferdresch ist es am Dienstagabend zu einer Schlägerei von vier Männern gekommen. Sie gingen teils mit Brotmessern und Gartengeräten aufeinander los. Laut Polizei war ein Streit um ein Fahrrad der Auslöser. Es war von einem der Beteiligten unbefugt benutzt worden.

Die Beamten wurden gegen 21 Uhr alarmiert. Neun Streifenwagenbesatzungen aus Ahrensburg, Bargteheide, Bad Oldesloe, Reinfeld und Hamburg rasten zur Flüchtlingsunterkunft. Als die Polizisten am Einsatzort eintrafen, hatte sich die Lage bereits beruhigt.

Bewohner kamen ins Krankenhaus

Wegen Verständigungsschwierigkeiten mit den Männer aus Syrien und Afghanistan war zunächst unklar, wie es zu der Eskalation des Streits gekommen war, wer wen angegriffen hatte. Die vier Männer erlitten bei der Auseinandersetzung leichte Verletzungen. Die Bewohner im Alter von 17, 27 und 43 Jahren kamen vorsorglich in ein Krankenhaus. Ein 15-Jähriger konnte in der Unterkunft bleiben.

Am Mittwoch traf sich Bürgermeister Horst Ansén mit der Polizei und Dolmetschern vor Ort, um den Vorfall aufzuarbeiten. Dabei wurden Zeugen und Beteiligte befragt. „Nach meinen ersten Informationen waren an der Auseinandersetzung auch Menschen beteiligt, die nicht in der Unterkunft leben, sondern in anderen Flüchtlingseinrichtungen in der Umgebung“, sagt Ansén. Der Bürgermeister wolle zunächst die Ergebnisse des Ortstermin sowie weitere Ermittlungen der Polizei abwarten, bevor er sich über mögliche Konsequenzen des Vorfalls äußern möchte.

Unterkunft für 48 Flüchtlinge

Die Unterkunft am Schäferdresch war im Februar fertiggestellt und bezogen worden. Rund 48 Flüchtlinge finden dort in zwei Doppelhäusern mit acht Wohnungen Platz. Derzeit sind dort 15 Menschen untergebracht.